Neudatierung nötig: Der Mond ist wohl älter als bisher angenommen

Wissenschaft, Mond, rover, Mondlandung, Mondmission, Chang'e 4 Bildquelle: Nasa
Die Theorie zur Entstehung des Mondes durch eine kosmische Kollision zwischen der jungen Erde und einem herumtreibenden Planeten bleibt weiter bestehen, im Bezug auf das Alter scheinen sich bisherige Annahmen aber nicht länger zu halten. Deutsche Wissenschaftler wollen jetzt nach der erneuten Analyse des Mondgesteins von der Apollo-Mission eine Neudatierung der Entstehung vornehmen.

Die Uni Köln macht den Mond viel älter, als er bisher war

Geht es um die Entstehungsgeschichte des Mondes, sind sich die meisten Wissenschaftler aktuell einig: Die junge Erde stieß mit einem Planeten in der Größe des Mars zusammen, aus dem so entstandenen Trümmerring bildete sich der Mond. Aktuelle Annahmen gehen davon aus, dass die Oberfläche des Mondes lange einen Magmaozean gebildet hatte, bevor diese langsam abgekühlt war. Uneinigkeit unter den Forschern bestand bisher aber in Bezug auf die Datierung dieser kosmischen Katastrophe und damit auch in Bezug auf das Alter des Mondes. Die bisherigen Annahmen zur genauen Entstehungszeit berufen sich alle auf Analysen des Mondgesteins, das die Apollo-Missionen vor rund 50 Jahren zur Erde gebracht hatte.


Der Forschungsleiter Maxwell Thiemens von der Universität zu Köln und sein Team haben laut Bericht von Scinexx vor Kurzen ebenfalls eine solche Analyse mit Mondgestein durchgeführt, kommen aber zu anderen Ergebnissen als ihre Vorgänger. Die Datierung stützt sich dabei auf die Analyse des Verhältnisses zwischen den radioaktiven Isotopen Hafnium-182 zu Wolfram-182, die eine berechenbare Zerfallszeit aufweisen. Thiemens und sein Team konzentrierten sich darauf zu untersuchen, warum Mondbasalte dabei höhere Anteile an Wolfram aufweisen als die Erde. Das Ergebnis: Die Isotopenverhältnisse deuten darauf hin, dass ein wahres Meteoriten-Bombardement das Element vermehrt auf den Mond gebracht hatte, dieser dafür aber älter sein muss, als bisher angenommen.

Direkt nach Entstehung des Sonnensystems

Die Ergebnisse lassen nach Ansicht von Thiemens nur einen Schluss zu: "Die lunare Differenzierung muss sich schon 40 bis 60 Millionen Jahre nach Bildung des Sonnensystems ereignet haben." Dies bedeutet, dass der Mond nach Ansicht des deutschen Forscherteams rund 4,51 Milliarden Jahre alt sein muss, bisherige Annahmen waren von 4,36 oder 4,4 Milliarden Jahren ausgegangen. "Das mag für einen Außenstehenden sehr ähnlich klingen, ist aber für uns Geowissenschaftler markant", so die Erläuterung des Seniorautors Carsten Münker: "Denn das verändert zum Beispiel auch Modelle dazu, wann die Erde entstanden ist." Wissenschaft, Mond, rover, Mondlandung, Mondmission, Chang'e 4 Wissenschaft, Mond, rover, Mondlandung, Mondmission, Chang'e 4 Nasa
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