"Chemical Revolution":
BKA hebt großen Online-Drogenversand aus

Der Polizei ist es gelungen, eine der größten Verkäufer-Gruppen von diversen Drogen im Netz auszuheben. Im Gegensatz zu den meisten anderen Ermittlungserfolgen ging es hier nicht nur um den Betrieb eines entsprechenden Marktplatzes, es konnten auch große Mengen an illegalen Substanzen sichergestellt werden.
Drogen, Tabletten, Pulver
tvcelje.si
Die Gruppe war unter dem Namen "Chemical Revolution" aktiv. Unter Federführung der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main haben Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) und der französischen Kriminalpolizei nun einen von den Beschuldigten genutzten Server abgeschaltet. Elf Personen habe man festgenommen, teilte die Behörde mit. Zuvor hätten die Ermittler aus beiden Ländern längere Zeit an dem Fall zusammengearbeitet.

Den Vertrieb soll nach den Erkenntnissen der Beamten seit dem September 2017 ein Mann aus Bayern aufgebaut haben. Schon vor über einem Jahr wurde eine andere Person in Brandenburg verhaftet, über die man konkretere Spuren finden konnte. Es dauerte allerdings noch längere Zeit, bis man das gesamte Netzwerk an Beteiligten durchleuchten konnte.

Lagerbestand von "Chemical Revolution"Lagerbestand von "Chemical Revolution"Lagerbestand von "Chemical Revolution"Lagerbestand von "Chemical Revolution"

Und hier ging es nicht um einige verschickte Bestellungen. Allein bei der einen ersten Person hatten die Beamten unter anderem ein Lage mit rund 50 Kilogramm Amphetamin, 16 Kilogramm Cannabis-Produkten und einiges mehr gefunden und beschlagnahmt. Der Beschuldigte verfügte außerdem über größere Bestände an Versandmaterial und machte offensichtlich die bestellten Waren postfertig.

Aktuell gibt es noch keine weitergehenden Informationen darüber, ob auch bei anderen Beteiligten vergleichbare Mengen gefunden wurden oder ob diese andere Aufgaben in der Organisation hatten. Verschickt wurden die Drogen schlicht als normales, unauffälliges Postpaket. Mehr Angaben wurden noch nicht gemacht und so wird man wohl bis zum Gerichtsverfahren warten müssen, damit unter anderem das finanzielle Volumen des Geschäftes bekannt wird.
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