Voll & grell: Jetzt schlägt die Astronomen-Union für den Himmel Alarm
Bisher lag die Anzahl der Satelliten im niedrigen Erdorbit unter 200, doch mehrere Unternehmen befinden sich gerade im Aufbau ganzer Satelliten-Konstellationen, die aus tausenden Einheiten bestehen. Genau diese Entwicklung veranlasst jetzt die Internationale Astronomische Union (IAU) Alarm zu schlagen: der Nachthimmel sei in Gefahr.
Kritik übt die Union der Astronomen unter anderem an der Konstruktion der Satelliten: Diese seien oft aus stark reflektierendem Metall konstruiert, was dazu führt, dass sie bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang durch die Reflexion der Sonnenstrahlen als kleine leuchtende Punkte über den Himmel ziehen. "Auch, wenn die meisten dieser Reflexionen nicht mit dem bloßen Auge zu erkennen sind, können sie die sensiblen Eigenschaften von bodengestützten Teleskopen empfindlich stören", so die Einschätzung der Union.
Die Starlink-Satelliten hinterlassen Lichtstreifen in einer Teleskopaufnahme
Darüber hinaus sehen die Astronomen auch große Probleme auf die Radioastronomie zukommen, wenn wie geplant in ein paar Jahren tausendfach Satelliten über den Himmel ziehen. So seien jüngste Erfolge, wie die Erstellung des ersten Bildes eines schwarzen Loches, nur möglich gewesen, da man sich darum bemüht habe, "den Radio-Himmel vor Interferenzen zu schützen". Dieser Schutz sei schon durch die "Summe der Signale, die Satelliten-Konstellationen aussenden" in Gefahr.
Satelliten-Konstellationen könnten den Himmel für immer verändern
Dass die geplanten Satelliten-Konstellationen - allen voran das Starlink-Netzwerk von SpaceX - die traditionellen Satelliten schon in Kürze in Sachen Einzelobjekte am Himmel überholen werden, scheint klar. Wie wir vor kurzem unter der Überschrift "SpaceX stationiert erste Satelliten für Starlink" berichten konnten, wurde mit dem Aufbau solcher Netzwerke schon begonnen. Genau diese Mission hat aber jetzt die IAU dazu veranlasst, sich in einem öffentlichen "Statement zu Satelliten-Konstellationen" mit großer Sorge zu äußern.Kritik übt die Union der Astronomen unter anderem an der Konstruktion der Satelliten: Diese seien oft aus stark reflektierendem Metall konstruiert, was dazu führt, dass sie bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang durch die Reflexion der Sonnenstrahlen als kleine leuchtende Punkte über den Himmel ziehen. "Auch, wenn die meisten dieser Reflexionen nicht mit dem bloßen Auge zu erkennen sind, können sie die sensiblen Eigenschaften von bodengestützten Teleskopen empfindlich stören", so die Einschätzung der Union.
Die Starlink-Satelliten hinterlassen Lichtstreifen in einer Teleskopaufnahme
Darüber hinaus sehen die Astronomen auch große Probleme auf die Radioastronomie zukommen, wenn wie geplant in ein paar Jahren tausendfach Satelliten über den Himmel ziehen. So seien jüngste Erfolge, wie die Erstellung des ersten Bildes eines schwarzen Loches, nur möglich gewesen, da man sich darum bemüht habe, "den Radio-Himmel vor Interferenzen zu schützen". Dieser Schutz sei schon durch die "Summe der Signale, die Satelliten-Konstellationen aussenden" in Gefahr.
Bitte arbeitet mit uns
Ihre Befürchtungen schließen die Astronomen mit einem klaren Appell: "Wir rufen alle Designer und Entwickler aber auch Politiker mit Nachdruck dazu auf, mit der astronomischen Community zusammenzuarbeiten." Nur gemeinsam könne man den Einfluss von Satelliten-Konstellationen umfassend analysieren und entsprechend handeln. Auch im Netz ist die Diskussion um die Folgen der Pläne von Elon Musk und Co. voll entbrannt.
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