Neues WhatsApp-Feature würde Seehofers Abhör-Träume wahr machen
Die Zugriffsmöglichkeit zu Inhalten in WhatsApp, von denen Bundesinnenminister Horst Seehofer kürzlich sprach, könnten deutlich realer sein, als so mancher Nutzer denkt. Denn Facebook hat bereits Funktionen angekündigt, mit denen die aktuell bestehende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Grunde ausgehebelt wird.
Der WhatsApp-Messenger gilt derzeit als relativ sicherer Kommunikationsweg, weil die übermittelten Nachrichten noch auf dem Smartphones des Users verschlüsselt und erst auf dem Gerät des Empfängers wieder in Klartext übersetzt werden. Unterwegs kann der Inhalt somit nicht abgefangen werden. Entsprechend ist Facebook beispielsweise auch nicht in der Lage, einer gerichtlichen Verfügung zur Herausgabe von Gesprächen nachzukommen, weil es diese auch auf den eigenen Servern nicht lesen kann.
Ein neues Feature, das Facebook einführen will, um vermeintlich den Schutz von Usern noch weiter zu verbessern, könnte das ganze System aber aushebeln, berichtet das US-Magazin Forbes. Das Unternehmen hatte kürzlich von einem Entwicklungs-Projekt berichtet, bei dem ein KI-System als Moderator auf der Messaging-Plattform aktiv wird. Das soll beispielsweise verhindern, dass User von anderen Anwendern über den Messenger beschimpft oder bedroht oder eben auch nur mit Werbung bombardiert werden.
Und somit wäre es dann weder nötig, dass eine Backdoor in die Verschlüsselung eingebaut noch dass ein Staatstrojaner auf dem Smartphone installiert wird. Staatliche Stellen könnten so also auch direkt über den Betreiber der Plattform an die Inhalte kommen. Das wäre im Grunde der so genannte Client Application Access, der auch bei den Plänen des Bundesinnenministeriums eine Rolle spielt.
Siehe auch: Seehofer verlangt Hintertür oder Sperre von Whatsapp, Telegram & Co.
Ein neues Feature, das Facebook einführen will, um vermeintlich den Schutz von Usern noch weiter zu verbessern, könnte das ganze System aber aushebeln, berichtet das US-Magazin Forbes. Das Unternehmen hatte kürzlich von einem Entwicklungs-Projekt berichtet, bei dem ein KI-System als Moderator auf der Messaging-Plattform aktiv wird. Das soll beispielsweise verhindern, dass User von anderen Anwendern über den Messenger beschimpft oder bedroht oder eben auch nur mit Werbung bombardiert werden.
Kein Trojaner nötig
Die Überprüfung der Inhalte soll so noch erfolgen, bevor diese dann verschlüsselt und zum Empfänger geschickt werden. Und es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass ein solches System komplett auf dem Endgerät arbeitet. Stattdessen würde hier also in irgendeiner Form dann doch ein Abgleich mit der Cloud erfolgen. Während Dritte von Außen so weiterhin kaum an die Kommunikation herankämen, hätte Facebook diese Möglichkeit aber dann sehr wohl.Und somit wäre es dann weder nötig, dass eine Backdoor in die Verschlüsselung eingebaut noch dass ein Staatstrojaner auf dem Smartphone installiert wird. Staatliche Stellen könnten so also auch direkt über den Betreiber der Plattform an die Inhalte kommen. Das wäre im Grunde der so genannte Client Application Access, der auch bei den Plänen des Bundesinnenministeriums eine Rolle spielt.
Siehe auch: Seehofer verlangt Hintertür oder Sperre von Whatsapp, Telegram & Co.
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Christian Kahle
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