Salesforce: Software-Gigant legt sich mit der US-Waffenindustrie an
Das Unternehmen Salesforce wird im Alltag der Tech-Branche zwar kaum wahrgenommen, ist aber inzwischen zu enormer Macht herangereift. Und mit dieser wagt sich das Unternehmen in eine der heftigsten Auseinandersetzungen in den USA hinein und untersagt die Nutzung seiner Produkte für den Verkauf verschiedener Schusswaffen.
Vor allem im US-Markt ist Salesforce eine echte Größe. Das Unternehmen bietet anderen Unternehmen Komplettlösungen an, mit denen sie ihren Kundenservice, den Vertrieb und diverse andere Dinge erledigen können. Die Cloud-Anwendungen der Firma sind quasi das Rückgrat weiter Teile des Mittelstandes in den USA. So brachte es der Konzern auf rund 40.000 Mitarbeiter und einen Börsenwert von fast 120 Milliarden Dollar.
Salesforce-Chef Marc Benioff hatte bisher auf ganz normale Lobbyarbeit gesetzt, wenn es um Waffen ging. Er trat öffentlich für ein Verbot des Verkaufs von Waffen wie dem AR-15-Gewehr ein und spendete an Organisationen, die entsprechende politische Arbeit leisten. Das führte allerdings nicht zum Erfolg und insbesondere unter der aktuellen Regierung rechnet hier schon gar niemand mehr mit Fortschritten.
Daher hat sich das Unternehmen nun entschieden, zumindest nach seinen Möglichkeiten selbst aktiv zu werden und änderte die Nutzungsbedingungen für seine Produkte, wie aus einem Bericht der Washington Post hervorgeht. Es ist fortan untersagt, diese für den Handel mit halbautomatischen Waffen, mit Waffen mit mehr als zehn Schuss pro Magazin sowie mit verschiedenen Zubehörprodukten zu verwenden. Das bedeutet, dass einige durchaus große Unternehmen nun entweder ihr Angebot in dem Bereich reduzieren oder aber ihre gesamte IT-Infrastruktur auf das System eines anderen Herstellers umstellen.
Wer die Intensität der Auseinandersetzung um auch nur eine geringfügige Eindämmung der Verfügbarkeit von Schusswaffen verfolgt, kann ahnen, welchem Gegenwind sich das Unternehmen damit aussetzt. Man sehe hier ein weiteres Beispiel, wie Unternehmen ihre Macht nutzen, um an der Politik vorbei Bürger in ihren verfassungsmäßigen Rechten einzuschränken, erklärte beispielsweise Mark Oliva vom Lobbyverband National Shooting Sports Foundation.
Salesforce-Chef Marc Benioff hatte bisher auf ganz normale Lobbyarbeit gesetzt, wenn es um Waffen ging. Er trat öffentlich für ein Verbot des Verkaufs von Waffen wie dem AR-15-Gewehr ein und spendete an Organisationen, die entsprechende politische Arbeit leisten. Das führte allerdings nicht zum Erfolg und insbesondere unter der aktuellen Regierung rechnet hier schon gar niemand mehr mit Fortschritten.
Gegenwind ist zu erwarten
Ein prominentes Beispiel hierfür ist die Kette Camping World, die in den USA einer der größten Anbieter von Outdoor-Ausrüstung und Camping-Equipment ist. Diese stecke, Schätzungen zufolge, jährlich rund eine Million Dollar in Lizenzen für das Salesforce-System und muss nun die genannte Entscheidung treffen. Die neue Klausel gilt laut einem Salesforce-Sprecher ab sofort für alle Neukunden. Bestandskunden sind dran, wenn ihr aktuell laufender Vertrag ausläuft.Wer die Intensität der Auseinandersetzung um auch nur eine geringfügige Eindämmung der Verfügbarkeit von Schusswaffen verfolgt, kann ahnen, welchem Gegenwind sich das Unternehmen damit aussetzt. Man sehe hier ein weiteres Beispiel, wie Unternehmen ihre Macht nutzen, um an der Politik vorbei Bürger in ihren verfassungsmäßigen Rechten einzuschränken, erklärte beispielsweise Mark Oliva vom Lobbyverband National Shooting Sports Foundation.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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