Lenovo glänzt trotz des Handelskrieges - die Sorgen sind aber groß

Notebook, Laptop, Lenovo, Ultrabook, Lenovo Yoga, Lenovo Yoga C930, Lenovo Yoga C930-13IKB Bildquelle: Lenovo
Im Zuge der immer weiter fortschreitenden Eskalation des Handelskrieges zwischen den USA und China stellt sich natürlich die Frage, wie es dabei Lenovo ergeht. Immerhin ist der Computerkonzern in beiden Staaten gleichermaßen zuhause. Und dabei schwebt das Unternehmen keineswegs im luftleeren Raum. Bisher ist Lenovo noch von keiner der beiden Seiten direkt ins Visier genommen worden. Und Grund zu Klagen gibt es zumindest im Tagesgeschäft nicht. Das chinesisch-amerikanische Unternehmen hat aktuell gerade seine neuesten Bilanzen veröffentlicht und konnte in diesen beispielsweise für das letzte Quartal einen verdreifachten Gewinn ausweisen. Und bisher hätten sich die Spannungen zwischen Washington und Peking nicht auf die Produktion und den Verkauf niedergeschlagen, hieß es von Seiten des Managements.

118 Millionen Dollar Überschuss konnte Lenovo in den ersten den Monaten dieses Jahres erwirtschaften und damit deutlich mehr, als die Analysten prognostizierten. Diese hatten lediglich mit 91,4 Millionen Dollar gerechnet. Die Grundlage dafür bildete der Fakt, dass wichtige Geschäftsbereiche wie der PC-Vertrieb oder auch die Smart Devices-Sparte stärker zulegten als ihre Gesamtmärkte. Vor allem zahlte sich die verstärkte Konzentration auf das lukrative Premium-Segment aus. So kletterte letztlich der Konzernumsatz um 10 Prozent auf 11,71 Milliarden Dollar.


Die Sorge ist groß

Überschattet wurden die guten Zahlen aber natürlich von der Sorge, dass die Zuspitzung des Handelskonflikts sich auf Lenovo auswirken wird. Das Unternehmen sitzt hier entweder regelrecht zwischen zwei Stühlen - oder auch auf beiden. Das wird sich zeigen müssen. Bisher ist nichts darüber bekannt, dass auch Lenovo mit Sanktionen belegt werden könnte, trotzdem bleibt eine große Unsicherheit bestehen.

Diese drückte sich unter anderem auch darin aus, dass die Anleger eher auf den Konflikt als auf die Bilanzen schauen, was den Aktienkurs Lenovos ein gutes Stück sinken ließ. Generell sieht sich das Management aber gut auf mögliche Probleme vorbereitet. Am liebsten würde man aber natürlich die Geschäfte mit beiden Seiten ungestört fortführen. "Wie wir schon immer gesagt haben, hoffen wir natürlich darauf, dass die beiden Regierungen schnellstmöglich zu einer Einigung kommen", erklärte Konzernchef Yang Yuanqing.

Wichtige Updates zum Thema: Derzeit erreichen uns stetig immer mehr Details und offizielle Statements zum vorläufigen Entzug der Huawei-Android-Lizenz und der möglichen Beendigung der Zusammenarbeit seitens US-amerikanischen Unternehmen, die wir in folgenden Artikeln separat aufbereitet haben.

  • 23.05. 11:33 Uhr
    Es bleibt nicht bei Huawei: USA setzen nächste Firma auf die Blacklist

    Bei allem Rummel um Huawei sollte man nicht vergessen, dass der Konflikt größer ist. Jetzt trifft die Blockade eine weitere Firma und in Washington wählte man eine, die weniger Empörungspotenzial mitbringt.

  • 22.05. 11:39 Uhr
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    Der britische Chip-Designer ARM hat seine Mitarbeiter angewiesen, sämtliche Verträge, Support-Aktivitäten und anderweitigen Kontakte mit Huawei mit sofortiger Wirkung ruhen zu lassen. Huawei droht somit der Verlust der Grundlage für seine Smartphone-Prozessoren.

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    Huaweis Endkunden-Chef Richard Yu hat sich erstmals zu den Trump-Sanktionen geäußert. Seinen Angaben zufolge ist neben Android auch Windows betroffen. Es sei für ihn kaum zu glauben, dass die USA in einen von ihren Sicherheitsbedenken nicht betroffenen Bereich eingreifen.

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  • 21.05. 00:12 Uhr
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    Embargo auch auf Windows? Microsoft lässt Huawei-Frage (noch) offen

    Wenn Google kein Android mehr an Huawei liefert, was passiert dann mit Windows? Microsoft ist schließlich ebenfalls ein amerikanisches Unternehmen muss sich ebenfalls an die Vorgaben aus Washington halten. Noch lässt Redmond diese Frage aber offen.

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    Make America Great Again - der Rest der Welt kann brennen

    Der Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und China erreicht eine neue Dimension. Für die Eskalation ist vor allem ein Mann verantwortlich: Donald Trump. Was will er erreichen? Ein Kommentar.

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  • 20.05. 10:39 Uhr
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  • 20.05. 09:48 Uhr
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  • 20.05. 07:58 Uhr
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  • 19.05. 21:36 Uhr
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2019-05-23T13:17:00+02:00
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