Lenovo: Trumps Zölle machen zarte Belebung des PC-Marktes kaputt
Der PC-Markt zeigte nach Jahren der Krise gerade erstmals leichte Anzeichen einer Erholung. Doch der vom US-Präsidenten angestachelte Handelskrieg mit China könnte dies schnell wieder kaputtmachen. Der Marktführer Lenovo bremst daher ausdrücklich die Erwartungen, die angesichts seiner jüngsten Erfolge entstehen könnten.
Im zweiten Quartal konnte der globale PC-Markt einen Zuwachs um 1,5 Prozent verbuchen. Besonders stark legte dabei Lenovo zu und erreichte sogar einen neuen Rekord beim Marktanteil: 25,1 Prozent wurden dem Unternehmen von den Marktforschern bescheinigt. Die Folge dessen war unter anderem eine Verdoppelung des Gewinns bei dem Unternehmen, das in China und den USA gleichermaßen Zuhause ist.
Bei der Präsentation der jüngsten Bilanzen warnte das Management aber ausdrücklich davor, nun davon auszugehen, dass sich der Markt weiter erholen werde. Denn wenn die neuerlich angedrohten Strafzölle der US-Regierung tatsächlich kommen sollten, würde man nicht darum herumkommen, die Preise für Computer zu erhöhen. Und Preissteigerungen hätten mit ziemlicher Sicherheit keine besonders guten Folgen für die zarte Erholung des PC-Sektors.
Wie gering die Hardware-Margen sind, wird aus den Ergebnissen des gesamten Unternehmens deutlich. Lenovo verbuchte im zweiten Quartal einen Umsatz von 12,51 Milliarden Dollar. Unter dem Strich verblieb hier dann noch ein magerer Überschuss in Höhe von 162 Millionen Dollar.
Siehe auch: Intel: CPU-Käufer hamstern wegen Trump-Zöllen, Huawei wieder Kunde
Bei der Präsentation der jüngsten Bilanzen warnte das Management aber ausdrücklich davor, nun davon auszugehen, dass sich der Markt weiter erholen werde. Denn wenn die neuerlich angedrohten Strafzölle der US-Regierung tatsächlich kommen sollten, würde man nicht darum herumkommen, die Preise für Computer zu erhöhen. Und Preissteigerungen hätten mit ziemlicher Sicherheit keine besonders guten Folgen für die zarte Erholung des PC-Sektors.
Keine Alternativen
Bei Lenovo hat man im Grunde keinen Spielraum, um die höheren Kosten aufgrund der Zölle nicht auf die Kunden umzulegen. Denn die Margen bei PC-Hardware sind bereits auf einem ziemlich niedrigen Stand. Und auch eine Verlagerung der Produktion von China in die USA wäre laut dem Konzernmanagement nicht hilfreich, da die höheren Produktionskosten die Einsparungen beim Zoll direkt wieder auffressen würden.Wie gering die Hardware-Margen sind, wird aus den Ergebnissen des gesamten Unternehmens deutlich. Lenovo verbuchte im zweiten Quartal einen Umsatz von 12,51 Milliarden Dollar. Unter dem Strich verblieb hier dann noch ein magerer Überschuss in Höhe von 162 Millionen Dollar.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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