Tor Browser: Offizielle Android-Version ist endlich im Play Store
Freunde der anonymisierten Kommunikation können jetzt auch unter Android recht einfach auf Web-Verbindungen zurückgreifen, die über das Tor-Netzwerk abgesichert werden. Der Tor Browser steht nun nämlich auch in einer offiziellen und stabilen Fassung für Googles Smartphone-Plattform zur Verfügung.
Auf den mobilen Plattformen war es bisher nicht besonders einfach, Datenverbindungen über das bekannte Anonymisierungs-Netzwerk zu leiten. Unter Android konnte man hier zumindest auf Orfox zurückgreifen. Letztlich entschied sich das Tor-Entwicklerteam dann aber doch, eine eigene Android-Fassung des Tor Browsers bereitzustellen. Im September letzten Jahres konnte man die erste Alpha-Version an interessierte Tester herausgeben.
Dass man jetzt bereits eine finale Fassung vorweisen kann, ist für ein nicht kommerziell aufgestelltes Entwicklungs-Projekt dann doch ein ziemlich schneller Fortschritt. Dafür gibt es aber einen triftigen Grund. "Wir haben es uns zur Priorität gemacht, die steigende Zahl der Nutzer zu adressieren, die nur noch über ein Mobilgerät ins Netz gehen", erklärte Isabela Bagueros, die Leiterin des Tor-Projektes.
Der Tor-Browser für Android bringt derzeit noch nicht alle Features mit, die sich die Anwender vielleicht wünschen. Denn für die Entwickler standen erst einmal andere Dinge im Vordergrund. So mussten gegenüber den Desktop-Fassungen der Software wesentlich bessere Verfahren integriert werden, mit denen sich Fingerprinting-Angriffe unterbinden lassen, bei denen Nutzer über kleine Details im Verhalten ihrer Geräte bei der Webnutzung wiedererkannt werden.
Download Tor Browser für Windows
Dass man jetzt bereits eine finale Fassung vorweisen kann, ist für ein nicht kommerziell aufgestelltes Entwicklungs-Projekt dann doch ein ziemlich schneller Fortschritt. Dafür gibt es aber einen triftigen Grund. "Wir haben es uns zur Priorität gemacht, die steigende Zahl der Nutzer zu adressieren, die nur noch über ein Mobilgerät ins Netz gehen", erklärte Isabela Bagueros, die Leiterin des Tor-Projektes.
Tor auf Android dringend nötig
Und gerade hier gibt es wachsende Schnittmengen zu der eigentlichen Zielgruppe der Tor-Entwickler: Smartphones stellen vor allem auch in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern den oft einzigen Netzzugang her. Und gerade dort herrschen oft auch politische Verhältnisse, in denen Überwachung und Zensur zum Alltag gehören. Entsprechend wichtig sei es laut Bagueros geworden, hier einen einfachen Tor-Zugang zu ermöglichen.Der Tor-Browser für Android bringt derzeit noch nicht alle Features mit, die sich die Anwender vielleicht wünschen. Denn für die Entwickler standen erst einmal andere Dinge im Vordergrund. So mussten gegenüber den Desktop-Fassungen der Software wesentlich bessere Verfahren integriert werden, mit denen sich Fingerprinting-Angriffe unterbinden lassen, bei denen Nutzer über kleine Details im Verhalten ihrer Geräte bei der Webnutzung wiedererkannt werden.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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