Hauen und Stechen: Viele IPv4-Adressen von Betrügern beschlagnahmt
Im Zuge des Hauens und Stechens um die letzten IPv4-Adressen, die bereits vor einiger Zeit vergeben wurden, hat so mancher zu unlauteren Mitteln gegriffen. Die für Nordamerika und die Karibik zuständige Verwaltung ARIN hat sich jetzt hunderttausende IP-Adressen von Firmen zurückgeholt, die betrügerisch gehandelt haben.
Notwendig war hierfür ein längerer Klageprozess. Diesen hat die American Registry for Internet Numbers (ARIN) jetzt erfolgreich abgeschlossen und sich auf diesem Weg rund 735.000 IPv4-Adressen zurückgeholt. Diese können demnächst also neu an Interessenten vergeben werden. Allerdings ist noch nichts bekannt, nach welchem Verfahren die zukünftigen Besitzer ausgewählt werden könnten.
Bereits vor Jahren wurden von der ARIN die letzten IP-Adressen für den veralteten IPv4-Raum vergeben. Und da klar war, dass man mit diesen auch noch länger weiterarbeiten wird, herrschte enormer Andrang. Und wie sich später herausstellte, gab es unter anderem auch Bewerber, die gleich diverse Briefkastenfirmen eröffnet hatten, die sich jeweils auch einzeln um Adressblöcke bewarben, um letztlich möglichst viele der zu Raritäten gewordenen Zahlenblöcke für sich sichern zu können.
Das Gericht stimmte letztlich der Forderung zu, dass die 735.000 Adressen, an die ARIN zurückgegeben werden müssen und von den verklagten Unternehmen nicht mehr weitergenutzt werden dürfen. Weiterhin müssen diese der Organisation 350.000 Dollar Prozesskosten zahlen.
Siehe auch: IANA verteilte die letzten IPv4-Adressen - das war 2011
Bereits vor Jahren wurden von der ARIN die letzten IP-Adressen für den veralteten IPv4-Raum vergeben. Und da klar war, dass man mit diesen auch noch länger weiterarbeiten wird, herrschte enormer Andrang. Und wie sich später herausstellte, gab es unter anderem auch Bewerber, die gleich diverse Briefkastenfirmen eröffnet hatten, die sich jeweils auch einzeln um Adressblöcke bewarben, um letztlich möglichst viele der zu Raritäten gewordenen Zahlenblöcke für sich sichern zu können.
Ins Ausland verscherbelt
Vor einem US-Bezirksbericht im Bundesstaat Virginia leitete die ARIN dann vor einiger Zeit zum ersten Mal Verfahren wegen Betrugs ein. Darin wurde den fraglichen Firmen vorgeworfen, dass sie schlicht mutwillig gegen die Vergabe-Richtlinien verstoßen haben. Außerdem bemängelten die ARIN-Anwälte, dass ein Teil der Adressen anschließend an Dritte weitergegeben wurden, die teils gar nicht in der Service-Region der Vergabestelle angesiedelt sind. Diese hätten sich bei den europäischen oder asiatischen Schwesterorganisationen um Zuteilungen bemühen müssen.Das Gericht stimmte letztlich der Forderung zu, dass die 735.000 Adressen, an die ARIN zurückgegeben werden müssen und von den verklagten Unternehmen nicht mehr weitergenutzt werden dürfen. Weiterhin müssen diese der Organisation 350.000 Dollar Prozesskosten zahlen.
Siehe auch: IANA verteilte die letzten IPv4-Adressen - das war 2011
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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