Fluggastdaten: System des BKA löst zu 99,7 Prozent Fehlalarme aus
Auch in Deutschland werden seit dem letzten Jahr die Daten aller Flugreisenden an das Bundeskriminalamt (BKA) weitergeleitet und dort durchleuchtet. Im Ergebnis liefert das System auch brav eine Terrorwarnung nach der anderen zurück - die allerdings in fast allen Fällen jeglicher Realität entbehren.
Die so genannte PNR-Daten (Passenger Name Record) waren schon vor einigen Jahren in den Schlagzeilen, als Europa den Forderungen der USA zustimmte, diese Informationen frei Haus auf der anderen Seite des Atlantiks abzuliefern. Aber auch hier wird nun jede Person, die in Deutschland abfliegt oder ankommt von der Bundesbehörde auf einen möglichen terroristischen Hintergrund überprüft.
Beim BKA werden die Daten dann von einer Software mit den Datenbanken der Behörde abgeglichen. Und bei Verdachtsfällen schlägt diese dann Alarm und löst eine zweite Stufe der Überprüfung aus, bei der Beamte sich mit dem Fall näher auseinandersetzen. Und wie die Daten, die der Linken-Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko mit einer kleinen Anfrage in Erfahrung brachte, zeigen, sind hier BKA-Mitarbeiter in erster Linie damit beschäftigt, Falschmeldungen zu verwerfen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung.
In allen übrigen Fällen schlug die Software hingegen völlig unbegründet Alarm. Das entspricht einer Falsch-positiv-Rate von 99,7 Prozent. In der Antwort auf die Anfrage wird das unter anderem darauf zurückgeführt, dass viele Passagiere, die hier ins Visier gerieten, den gleichen Namen wie jemand von den Fahndungslisten des BKA hätten. Da dürfte zu Recht die Frage im Raum stehen, warum die Software dann nicht direkt weitere Merkmale abgleicht, was doch wesentlich billiger wäre, als rund 40 Beamte mit der Nachprüfung zu beschäftigen.
Beim BKA werden die Daten dann von einer Software mit den Datenbanken der Behörde abgeglichen. Und bei Verdachtsfällen schlägt diese dann Alarm und löst eine zweite Stufe der Überprüfung aus, bei der Beamte sich mit dem Fall näher auseinandersetzen. Und wie die Daten, die der Linken-Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko mit einer kleinen Anfrage in Erfahrung brachte, zeigen, sind hier BKA-Mitarbeiter in erster Linie damit beschäftigt, Falschmeldungen zu verwerfen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung.
Gleiche Namen sind ein Problem
Vom letzten Sommer bis vor einigen Wochen wurden von dem System die Daten von 1,2 Millionen Passagieren überprüft. Im Ergebnis wurden 94.098 so genannte "technische Treffer" zurückgegeben, mit denen sich die Beamten näher auseinanderzusetzen hatten. In nur 277 Fällen kam man dann zu dem Schluss, dass es sich um eine begründete Meldung handelte. Und selbst das bedeutet nicht unbedingt, dass die Person irgendetwas vorhatte, sondern nur, dass sie schon einmal aus irgendeinem schwerer wiegenden Grund auffällig wurde und dadurch im Raster des BKA landete.In allen übrigen Fällen schlug die Software hingegen völlig unbegründet Alarm. Das entspricht einer Falsch-positiv-Rate von 99,7 Prozent. In der Antwort auf die Anfrage wird das unter anderem darauf zurückgeführt, dass viele Passagiere, die hier ins Visier gerieten, den gleichen Namen wie jemand von den Fahndungslisten des BKA hätten. Da dürfte zu Recht die Frage im Raum stehen, warum die Software dann nicht direkt weitere Merkmale abgleicht, was doch wesentlich billiger wäre, als rund 40 Beamte mit der Nachprüfung zu beschäftigen.
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Christian Kahle
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