Ford-Chef: Autonome Autos werden bisher völlig überschätzt
Bei Ford rudert man hinsichtlich des autonomen Fahrens inzwischen ordentlich zurück. Der Automobil-Konzern wird inzwischen zwar von dem Manager geleitet, der einst der Selbstfahr-Abteilung vorstand - Jim Hackett - doch bringt dieser inzwischen eher keinen besonderen revolutionären Optimismus mehr mit.
"Wir haben die Ankunft der autonomen Fahrzeuge völlig überschätzt", sagte dieser jetzt laut einem Bericht des US-Nachrichtenagentur Bloomberg bei einer Veranstaltung des Detroit Economic Club. Ford hält demnach zwar an der bisherigen Roadmap fest, nach der man 2021 die ersten autonomen Fahrzeuge auf den Markt bringen will, doch räumte Hackett ein, dass deren Anwendungsbereiche aufgrund der enormen Komplexität der zu lösenden Probleme anfangs erst einmal noch eingeschränkt sein werden.
Ford hat bereits 4 Milliarden Dollar für die Weiterentwicklung der Technologie in die Finanzplanungen bis 2023 geschrieben. Allein eine Milliarden Dollar fließt dabei in Argo AI, eine Firma, die eine KI entwickelt, die als Fahrer taugen soll. Und der Traditionskonzern der Branche hat auch schon eigene Testfahrzeuge auf den Straßen.
Die Markteinführung wird allerdings trotzdem dafür sorgen, dass sich vieles verändert. Denn wenn immer mehr selbstfahrende Systeme auf den Straßen unterwegs sind, wird auch das Interesse zunehmen, die Verkehrsinfrastrukturen an die Bedürfnisse der Roboter anzupassen. Allerdings rechnet Hackett damit, dass dies dann doch noch einige Zeit dauern wird - wie es bei Infrastruktur-Projekten nun mal der Fall ist.
Ford hat bereits 4 Milliarden Dollar für die Weiterentwicklung der Technologie in die Finanzplanungen bis 2023 geschrieben. Allein eine Milliarden Dollar fließt dabei in Argo AI, eine Firma, die eine KI entwickelt, die als Fahrer taugen soll. Und der Traditionskonzern der Branche hat auch schon eigene Testfahrzeuge auf den Straßen.
Große Veränderungen kommen
Nach Hacketts Einschätzung wird es aber nicht so sein, dass die ersten verfügbaren autonomen Fahrzeuge ihrem Besitzer einerseits alle Aufgaben abnehmen und ihn andererseits auch noch überall hinbringen. Seiner Einschätzung nach wird man sich anfangs wahrscheinlich nur innerhalb bestimmter Regionen komplett autonom transportieren lassen können.Die Markteinführung wird allerdings trotzdem dafür sorgen, dass sich vieles verändert. Denn wenn immer mehr selbstfahrende Systeme auf den Straßen unterwegs sind, wird auch das Interesse zunehmen, die Verkehrsinfrastrukturen an die Bedürfnisse der Roboter anzupassen. Allerdings rechnet Hackett damit, dass dies dann doch noch einige Zeit dauern wird - wie es bei Infrastruktur-Projekten nun mal der Fall ist.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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