Autonomes Fahren: Uber wurde lange vor dem tödlichen Unfall gewarnt
Nachdem man sehr ambitioniert in den noch jungen Markt für autonomes Fahren gestartet war, hatte Uber nach einem tödlichen Unfall seine Bemühungen komplett eingestellt. Jetzt erhebt ein ehemaliger führender Mitarbeiter schwere Vorwürfe: Die Unternehmensführung habe lange vor dem Unfall über grobe Sicherheitsmängel des Systems Bescheid gewusst und diese bewusst ignoriert.
Laut leitendem Mitarbeiter nicht ausgereift: Die Uber-Autos
Konkret soll Robbie Miller, Abteilungsleiter in der Sparte der automatisiert fahrenden Lkw, am 13. März dieses Jahres eine Mail an sieben Mitglieder der Geschäftsführung und Anwälte von Uber verfasst haben. Adressiert waren dabei unter anderem auch Eric Meyhofer, verantwortlich für den Bereich autonomes Fahren bei Uber und Jon Thomason, Leiter des Bereichs Software. In seiner Nachricht spricht sich Miller mit Nachdruck dafür aus, dass Uber die nötige Sicherheit mit seinem System nicht garantieren könne.
Wie Miller ausführt, habe Uber bei seiner autonomen Flotte im Februar praktisch jeden Tag eine Beschädigung registriert. "Wir sollten nicht alle 15.000 Meilen mit etwas zusammenstoßen", heißt es in der Mail, die das US-Onlinemagazin The Information zitiert. Anfang März habe eines der Uber-Autos gleich mehrere Meter auf einem Bürgersteig zurückgelegt, das Management hätte diesen Vorfall aber weitgehend ignoriert.
Eine autonome Flotte vollkommen außer Rand und Band
Bei allen Fortschritten: Dass bis zu einer vollkommenen Autonomie der Fahrzeuge noch einige Forschungsarbeit geleistet werden muss, ist klar. Ein neuer Bericht macht jetzt aber deutlich, dass manche Unternehmen wohl nicht bereit sind, mit entsprechender Vorsicht bei der öffentlichen Erprobung der Systeme vorzugehen. Ein ehemaliger Mitarbeiter von Uber will im Frühjahr das Management auf erhebliche Sicherheitsmängel bei den autonomen Testautos hingewiesen haben - nur wenige Tage vor dem tödlichen Unfall mit einer Fußgängerin.
Laut leitendem Mitarbeiter nicht ausgereift: Die Uber-Autos
Konkret soll Robbie Miller, Abteilungsleiter in der Sparte der automatisiert fahrenden Lkw, am 13. März dieses Jahres eine Mail an sieben Mitglieder der Geschäftsführung und Anwälte von Uber verfasst haben. Adressiert waren dabei unter anderem auch Eric Meyhofer, verantwortlich für den Bereich autonomes Fahren bei Uber und Jon Thomason, Leiter des Bereichs Software. In seiner Nachricht spricht sich Miller mit Nachdruck dafür aus, dass Uber die nötige Sicherheit mit seinem System nicht garantieren könne.
Wie Miller ausführt, habe Uber bei seiner autonomen Flotte im Februar praktisch jeden Tag eine Beschädigung registriert. "Wir sollten nicht alle 15.000 Meilen mit etwas zusammenstoßen", heißt es in der Mail, die das US-Onlinemagazin The Information zitiert. Anfang März habe eines der Uber-Autos gleich mehrere Meter auf einem Bürgersteig zurückgelegt, das Management hätte diesen Vorfall aber weitgehend ignoriert.
Flotte nicht fit genug
Miller hatte in seiner Mail empfohlen, die Flotte der selbstfahrenden Testautos um 85 Prozent zu verringern. Darüber hinaus sah er es als nötig an, neben einem Sicherheitsfahrer auch einen weiteren Mitarbeiter an Bord zu haben, der Fehler der Software protokolliert und analysiert. Miller war 2016 durch eine Übernahme bei Uber gelandet, mittlerweile arbeitet er für den Lasersensor-Hersteller Luminar.
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