Umfrage: Kein Verständnis für Zensur von Spielen
Zum Bedauern vieler
Computerspiele-Fans, denn das Prüfverfahren der USK kennt außer
juristischen und allgemeinen Kriterien keine verbindliche
"Checkliste des Bösen", wie USK-Leiter Peter Gerstenberger gegenüber
der PC-Spielezeitschrift "GameStar" (Ausgabe 10/2003)
bestätigt. "Jedes Spiel", so Gerstenberger, "bekommt eine
individuelle Beurteilung." Folglich stößt vor allem die Alters-
freigabe der USK auf viel Kritik, zumal sich Deutschland nicht an
dem europaweiten Alters Einstufungs-System der Pan European Game
Information, kurz PEGI genannt, beteiligt. Vorteile dieses Systems:
Die PEGI vergibt nicht nur länderübergreifend eine von fünf
Altersempfehlungen, sondern sie informiert und berät auch über
problematische Spielinhalte wie Gewalt, Kraftausdrücke oder Erotik.
Vor diesem Hintergrund fühlen sich mehr als die Hälfte (56 Prozent) aller PC-Spiele-Fans von dem deutschem USK-Verfahren willkürlich bevormundet, wie eine Internet-Umfrage von "GameStar" unter rund 17.000 Teilnehmern ergab. Darüber hinaus glauben 30 Prozent, dass Zensur die Atmosphäre eines Action-Spiels zerstört. Neun Prozent sind der Auffassung, dass die Anpassung eines problematischen PC- Spiels Sinn macht, wenn dadurch eine Indizierung verhindert wird. Und nur jeder 20. Spieler (fünf Prozent) begrüßt die Zensur, weil so Gewaltdarstellungen seiner Ansicht nach entfernt werden. (ots)
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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