Bundesverfassungsgericht:
Posteo muss IP-Adresse speichern
Auch E-Mail-Anbieter wie Posteo, die damit werben, mit besonders konsequenter Datenvermeidung und Datensparsamkeit ihre Nutzer zu schützen, müssen IP-Adressen speichern und auf Verlangen herausgeben. Das geht aus einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts hervor.
Infografik Oft gehört - nie genutzt: Schutzmaßnahmen im Internet
Posteo hatte nach einem Beschluss aus dem Jahr 2016 Verfassungsklage eingereicht und ist vor Gericht gescheitert. Damals hatte das Amtsgericht Stuttgart eine Telekommunikationsüberwachung eines Verdächtigen angeordnet und von Posteo gefordert, alle gespeicherten Daten herauszugeben. Explizit wurden dabei auch die IP-Adressen genannt, denn das Gericht wollte so den Anschlussinhaber ermitteln. Posteo konnte und wollte dem nicht nachkommen und wendete sich schließlich an das Bundesverfassungsgericht.
"Bisher war unbestritten, dass sich die Auskunftspflicht nur auf Daten bezieht, die bei TK-Anbietern nach § 96 TKG tatsächlich auch vorliegen. Nun sollen Daten auch alleinig zu Ermittlungszwecken erhoben werden: Daten, die beim TK-Anbieter im Geschäftsbetrieb nachweislich gar nicht anfallen - und die er im Geschäftsbetrieb auch nicht benötigt. (Von der Vorratsdatenspeicherung sind E-Mail-Dienste wie Posteo explizit ausgenommen)."
Vorerst soll das Urteil keine Auswirkungen auf die Arbeit des Anbieters haben: "Und, um es ganz klar zu sagen: Wir werden nicht damit beginnen, die IP-Adressen unserer unbescholtenen Kundinnen und Kunden zu loggen. Ein konservativer System-Umbau ist für uns keine Option."
Download OpenVPN - Freies VPN-Tool Download Hotspot Shield VPN - Internetverbindung über VPN Siehe auch:
Infografik Oft gehört - nie genutzt: Schutzmaßnahmen im Internet
Posteo hatte nach einem Beschluss aus dem Jahr 2016 Verfassungsklage eingereicht und ist vor Gericht gescheitert. Damals hatte das Amtsgericht Stuttgart eine Telekommunikationsüberwachung eines Verdächtigen angeordnet und von Posteo gefordert, alle gespeicherten Daten herauszugeben. Explizit wurden dabei auch die IP-Adressen genannt, denn das Gericht wollte so den Anschlussinhaber ermitteln. Posteo konnte und wollte dem nicht nachkommen und wendete sich schließlich an das Bundesverfassungsgericht.
Überraschendes Urteil
Das Berliner Unternehmen hat nun bereits eine umfangreiche Stellungnahme nach Bekanntwerden des Urteils veröffentlicht. Posteo zeigt sich dabei überrascht von der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. "Sie stellt die bisherige rechtliche Auskunftssystematik auf den Kopf", so Posteo."Bisher war unbestritten, dass sich die Auskunftspflicht nur auf Daten bezieht, die bei TK-Anbietern nach § 96 TKG tatsächlich auch vorliegen. Nun sollen Daten auch alleinig zu Ermittlungszwecken erhoben werden: Daten, die beim TK-Anbieter im Geschäftsbetrieb nachweislich gar nicht anfallen - und die er im Geschäftsbetrieb auch nicht benötigt. (Von der Vorratsdatenspeicherung sind E-Mail-Dienste wie Posteo explizit ausgenommen)."
Vorerst soll das Urteil keine Auswirkungen auf die Arbeit des Anbieters haben: "Und, um es ganz klar zu sagen: Wir werden nicht damit beginnen, die IP-Adressen unserer unbescholtenen Kundinnen und Kunden zu loggen. Ein konservativer System-Umbau ist für uns keine Option."
Download OpenVPN - Freies VPN-Tool Download Hotspot Shield VPN - Internetverbindung über VPN Siehe auch:
Thema:
Neueste Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
Ventoy: das Tool zur Erstellung eines bootfähigen USB-Sticks
d-hubs - Heute 16:46 Uhr -
Home Assistant 2026.7 ::
d-hubs - Gestern 14:38 Uhr -
Tails - die Linux-Distribution, die konsequent auf Privatsphäre und An
d-hubs - Gestern 13:49 Uhr -
Dr.Parted Live 26.07: eine bootfähige GNU/Linux-Distri
d-hubs - 04.07. 19:10 Uhr -
Intenret nicht gefunnden
Doodle - 04.07. 17:08 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen