Mehrere Milliarden sparen: Musk will CERNs neuen Super-Tunnel graben

Wissenschaft, CERN, Teilchenbeschleuniger Bildquelle: CERN
Mit dem Nachweis des Higgs-Bosons hat uns der Teilchenbeschleuniger des CERN ein wichtiges wissenschaftliches Ergebnis geliefert. Jetzt soll ein deutlich größerer Nachfolger entstehen, um weitere Antworten auf fundamentale Fragen zu finden. Dafür muss ein Tunnel gegraben werden, die Kosten werden auf 5 Milliarden geschätzt. Jetzt meldet sich Elon Musk mit seiner Boring Company zu Wort und will es deutlich billiger machen.

Musk will den großen Teilchenbeschleuniger billiger machen

LHC, der Large Hadron Collider, gilt als eine der komplexesten Maschinen, die die Menschheit je gebaut hat. Jetzt wird der Teilchenbeschleuniger, der in einem Tunnel von 27 km Länge untergebracht ist, den beteiligten Wissenschaftlern aber einfach zu klein. Wie Technology Review schreibt, hatte das internationale Forschungszentrum für Teilchenphysik vor kurzem Pläne vorgestellt, wie unter der Bezeichnung Future Circular Collider (FCC) ein deutlich größerer Teilchenbeschleuniger den LHC beerben soll. Nach dieser Planung der erste Schritt: Ein 100 Kilometer langer Tunnel soll gegraben werden, der unter der Schweiz und Frankreich verläuft. Genau hier meldet sich Elon Musk mit seiner Boring Company zu Wort.

Wie der umtriebige Milliardär mitteilt, habe der Direktor des CERN mit ihm Kontakt aufgenommen, um über einen möglichen Einsatz von Musks Tunnelbaufirma im Dienste des neuen Großprojekts zu sprechen. Wie Musk selbstbewusst angibt, könne er mit seinem noch jungen Unternehmen alleine beim Graben des Tunnels "mehrere Milliarden Euro" einsparen - wie genau diese Ersparnis zu erreichen sein soll, lies Musk in seiner Mitteilung über Twitter aber noch vollkommen offen. CERN: FCCDer FCC wird sehr viel größer als der LHC Die Boring Company war unter den Vorsätzen vorgestellt worden, dass man die Kosten des Tunnelbaus senken und die Geschwindigkeit deutlich erhöhen wolle - Musk sprach hier vom Ziel, das Tempo um den Faktor zehn zu erhöhen. Bei seinem ersten Testtunnel konnte eine relativ schnelle Fertigstellung aber auch durch einen geringen Durchmesser erreicht werden - dies ist für das FCC-Projekt aber keine Option. Hier muss die Boring Company also erst noch zeigen, dass die selbst definierten Ziele auch erreichbar sind.

FCC noch Zukunftsmusik

Der Bau des FCC ist dabei noch nicht beschlossene Sache, sondern wird erst nach einem offiziellen Beschluss aller 22 CERN-Mitgliedsstaaten in Angriff genommen werden. Diese müssen jetzt darüber entscheiden, ob man gemeinsam das bisher veranschlagte Budget von 24 Milliarden Euro aufbringen will - Wenn Musk hier tatsächlich für eine kleinere Rechnung sorgen könnte, wäre das für das gesamte Projekt auf jeden Fall interessant.


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