BSI kündigt Früherkennungssystem für systematische Hackerangriffe an

Nach dem Medienrummel um den 20-jährigen Schüler aus Mittelhessen, der zugegeben hatte aus Ärger über Politiker deren persönliche Daten ausgespäht und veröffentlicht zu haben, soll nun nach dem Wunsch von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ein Früherkennungssystem eingeführt werden.
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Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

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Dabei verspricht sich Seehofer von einem Maßnahmenpaket, wie er Dienstag in Berlin ankündigte, dass man in Zukunft schon vor einer etwaigen Veröffentlichung von sensiblen Daten agieren könne. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sei aktuell dabei, ein derartiges System aufzubauen. "Wir müssen sehen, dass wir ein Frühwarnsystem etablieren", so der CSU-Politiker auf der Pressekonferenz des BSI. "Wir prüfen, eine Früherkennung vor Datenabfluss zu schaffen."

Wenig erfolgsversprechend

BSI-Chef Arne Schönbohm deutet dagegen an, dass die Idee von Seehofer auf wenig fruchtbaren Boden fällt. Denn gerade der aktuelle Fall habe gezeigt, dass man zuvor keine Anhaltspunkte im Internet gefunden habe. Zudem sei es schwierig, da keine passenden Schlüsselwörter eine automatische Erkennung ausgelöst hatten, und das obwohl es sich um eine verhältnismäßig große Daten-Veröffentlichung gehandelt hatte.

Das BSI hatte bei dem Politiker-Leak 8,3 GB Daten bei dem geständigen Schüler sicherstellen können. Um deren Verbreitung nun zu stoppen, wurden laut der Behörde über 50 internationale Hoster kontaktiert, um die Löschung der Daten zu erbeten. Rechtlich sieht es dabei so aus, dass die Hoster dazu nicht verpflichtet wären.

Zusammenhänge im Auge behalten

Seehofer will mit dem neuen System erreichen, dass zum Beispiel eine Sperrung eines Twitter-Accounts, der illegal Daten verbreitet, schneller erreicht werden kann. Das System soll zudem auch einzelne Vorfälle auf mögliche Zusammenhänge prüfen. Im aktuellen Fall hätte die Frühwarnung dann vielleicht anschlagen können.

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