Microsoft wird Gehältern von Top-Managern neue Grenzen setzen

Geld, Bezahlen, Geldbörse Bildquelle: StockMonkeys.com / Flickr
Microsoft hat sich einer Initiative angeschlossen, die eine etwas ausgewogenere Gestaltung von Manager-Gehältern in Unternehmen zum Ziel hat. Dies wird sehr wahrscheinlich dazu führen, dass vor allem verschiedene Spitzen-Führungskräfte in Redmond zukünftig geringere Entlohnungen für ihre Arbeit erhalten werden. Die Initiative ging ursprünglich von Thomas DiNapoli aus, der den Pensions-Fonds des US-Bundesstaates New York verwaltet. Im Kern geht es hier darum, dass Aktiengesellschaften freiwillige, interne Regelungen beschließen, nach denen auch die Gehälter von Top-Managern in eine firmenweite Gehaltsstruktur eingebettet werden. Obergrenzen für die Bezahlung werden so nicht starr festgesetzt, wie es gelegentlich diskutiert wird.

Stattdessen werden zur Begrenzung eines maximalen Gehalts für Führungskräfte alle anderen Löhne im Unternehmen betrachtet, wie aus einem Bericht der Nachrichtenagentur AP hervorgeht. Dies gibt einem Konzern durchaus weiterhin die Möglichkeit, höchste Entlohnungen für sein Führungspersonal herauszugeben, allerdings eben nur dann, wenn beispielsweise auch die Hausmeister und Reinigungskräfte überdurchschnittlich gut bezahlt werden.

Längerfristige Stabilität

Dies kann durchaus als tiefgreifende Wandlung in der US-Wirtschaft verstanden werden. Denn der Maßstab für die Manager-Gehälter waren bisher in erster Linie die Verhandlungen mit den jeweiligen Kandidaten und ein Vergleich mit Führungskräften in vergleichbarer Position und Verantwortung bei anderen Unternehmen. Dies führte dazu, dass einzig die kurzfristigen Konzernergebnisse als Maßstab angesehen wurden. Und wenn eben hohe Gewinne durch Lohndumping erreicht wurden, zahlte sich das für Manager durchaus aus.

Anleger wie Pensions-Fonds haben aber auch ein Interesse daran, dass sich Firmen, in die sie investiert haben, längerfristig gut entwickeln. Und eine immer weiter aufklaffende Schere zwischen den Gehältern der normalen Angestellten und des Managements wird hierfür nicht als zielführend angesehen. Der New Yorker Fonds, der immerhin Werte von 207 Milliarden Dollar verwaltet, hat sich dabei als durchaus einflussreich erwiesen und auch schon verschiedene andere Unternehmen wie Salesforce.com und nun auch Macys ins Boot geholt. Geld, Bezahlen, Geldbörse Geld, Bezahlen, Geldbörse StockMonkeys.com / Flickr
2018-12-21T11:10:00+01:00
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