Glasfaser-Speed mal Hundert: Jetzt auch mit winzigen Nano-Systemen

Glasfaser, Licht, Fiber Bildquelle: AR Photos
Der Datendurchsatz in Glasfaser-Leitungen lässt sich wohl relativ problemlos um den Faktor Hundert steigern. Die Forscher, die sich damit befassen, sprechen hier in einer Analogie von Lichtstrahlen, die miteinander verdrillt sind. Und mit solchen soll sich nun auch mit winzigen Bauelementen arbeiten lassen. Grundsätzlich ist das Verfahren, mit dem die genannte Steigerung des Datendurchsatzes erreicht werden kann, schon seit einiger Zeit bekannt. Doch ging man bisher davon aus, dass eine praktische Anwendung noch in weiter Ferne liegt. Denn mit den heute in den Laboren verfügbaren Technologien war alleine schon der Detektor eine Maschine, die einen ganzen Arbeitstisch belegte. Wie man diese soweit schrumpfen kann, dass sie beispielsweise auf eine Netzwerkkarte passt, blieb unklar.

An der Royal Melbourne Institute of Technology hat man aber nicht nur einen Schritt in die entsprechende Richtung gemacht, sondern ist deutlich darüber hinausgegangen. Das Team um Haoran Ren hat ein nanophonisches Gerät entwickelt, das mit der genannten Licht-Variation arbeitet und so winzig ist, dass es einfach auf das Ende einer Glasfaser gesteckt werden kann.

Massenproduktion schon möglich

Die Materialien, die dabei in dem System eingesetzt werden, seien nicht sonderlich exotisch, sondern entsprechen im Grunde dem, was in der Halbleiter-Industrie üblich ist. So steht auch einer Produktion mit den derzeit verfügbaren Anlagen in den Chipwerken nichts entgegen. Darüber hinaus kann das fragliche Gerät auch eine wichtige Komponente für die Konstruktion von Quantencomputern werden, hieß es.

Die Glasfaser-Technologien entwickeln sich zwar immer weiter in Richtung höherer Bandbreiten, doch steigt der Traffic in den globalen Backbones noch immer wesentlich schneller, als die so steigenden Kapazitäten. Daher laufe die Technologie auf ein Problem zu, erklärte Ren. Das neue Verfahren könnte hier nun einen Schwung bringen, mit dem die Netzbetreiber erst einmal wieder ein Polster bekommen können. Zwar ist der Faktor Hundert derzeit noch eher theoretischer Natur, doch ist eine Vervielfachung im zweistelligen Bereich ebenfalls schonmal viel wert, wenn es darum geht, die bestehenden Netze ordentlich voranzubringen.

Siehe auch: Glasfaser in billig: Reichweiten-Rekord macht Repeater überflüssig Glasfaser, Licht, Fiber Glasfaser, Licht, Fiber AR Photos
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