Letztes Zucken des Dinos: Videotheken-Branche schrumpft rasant weiter
Der Aufstieg der Konkurrenz aus dem Internet sorgt weiter für den rasanten Niedergang einer alten Branche: Videotheken. Im letzten Jahr musste jede dritte Verleihstation ihre Türen schließen, auch die Kundenzahl hat sich in zwei Jahren fast halbiert. In Deutschland bäumen sich damit jetzt noch 600 Verleiher gegen den Abwärtstrend der Branche.
Wie der Interessenverband des Video- und Medienfachhandels in Deutschland (IVD) laut heise ermittelt hat, ist von 2015 bis 2017 ein Rückgang der Kundenzahl von 4,8 Millionen auf 2,6 Millionen zu verzeichnen. Mit dem Wegbleiben der Kunden gehen dann auch die Vermietvorgänge von Spielfilmen empfindlich zurück: Von 68 Millionen sanken diese auf 31 Millionen im Jahr.
Der Versuch der Branche, diese Einbrüche mit einer leichten Erhöhung der Mietpreise zu kompensieren, konnte den Negativtrend auch bei den Umsätzen nur wenig abmildern: Hatten Videotheken 2015 noch 165 Millionen Euro mit dem Verleih umsetzen können, sank diese Zahl 2017 auf 84 Millionen.
Der Branchenverband IVD bleibt in seiner Analyse bei der Einschätzung, dass vor allem Piraterie im Internet für das Massensterben der Verleiher verantwortlich zu machen ist. "Ohne eine stärkere Bekämpfung der Piraterie wird es nicht wieder aufwärts gehen", so Jörg Weinrich, Geschäftsführender Vorstand vom IVD. Unabhängige Experten zeichnen hier aber ein anderes Bild. "Videotheken werden durch Online-Dienste substituiert", so Hermann-Dieter Schröder vom Hans-Bredow-Institut. "Die Branche liegt im Sterben."
Früher im Höhenflug, jetzt im rasanten Abwärtstrend
Die breite Verlagerung des Konsums von Inhalten ins Internet macht vielen klassischen Branchen zu schaffen. Eine Analyse der Geschäftszahlen zeigt jetzt auf, wie es um die Videotheken in Deutschland in den letzten Jahren bestellt ist - das Resümee: Der seit Jahren beobachtete Abwärtstrend schreitet weiter mit sehr hohem Tempo voran. Infografik: Stirb langsam - Immer weniger Videotheken in Deutschland
Wie der Interessenverband des Video- und Medienfachhandels in Deutschland (IVD) laut heise ermittelt hat, ist von 2015 bis 2017 ein Rückgang der Kundenzahl von 4,8 Millionen auf 2,6 Millionen zu verzeichnen. Mit dem Wegbleiben der Kunden gehen dann auch die Vermietvorgänge von Spielfilmen empfindlich zurück: Von 68 Millionen sanken diese auf 31 Millionen im Jahr.
Der Versuch der Branche, diese Einbrüche mit einer leichten Erhöhung der Mietpreise zu kompensieren, konnte den Negativtrend auch bei den Umsätzen nur wenig abmildern: Hatten Videotheken 2015 noch 165 Millionen Euro mit dem Verleih umsetzen können, sank diese Zahl 2017 auf 84 Millionen.
Jeder Dritte macht in einem Jahr dicht
All diese Faktoren führen dann auch dazu, dass sich viele der Unternehmer nicht mehr am Markt halten können. Vor 10 Jahren gab es in Deutschland rund 3000 Videotheken, im Jahr 2016 waren hierzulande dann noch 900 Verleiher gezählt worden. Bis 2017 sank diese Zahl dann noch einmal rasant auf 600 ab - in einem Jahr musste damit jede dritte Videothek geschlossen werden.Der Branchenverband IVD bleibt in seiner Analyse bei der Einschätzung, dass vor allem Piraterie im Internet für das Massensterben der Verleiher verantwortlich zu machen ist. "Ohne eine stärkere Bekämpfung der Piraterie wird es nicht wieder aufwärts gehen", so Jörg Weinrich, Geschäftsführender Vorstand vom IVD. Unabhängige Experten zeichnen hier aber ein anderes Bild. "Videotheken werden durch Online-Dienste substituiert", so Hermann-Dieter Schröder vom Hans-Bredow-Institut. "Die Branche liegt im Sterben."
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