Grafik-Fans können jetzt mit schnellen GDDR6-Chips von Micron rechnen

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Die Freunde leistungsfähiger Grafikkarten bekommen bald einen neuen Performance-Schub angeboten: Der Chiphersteller Micron hat jetzt damit begonnen, Speicherchips nach dem GDDR6-Standard in großen Stückzahlen aus der Serienproduktion fallen zu lassen. Diese lassen die Geschwindigkeit der Memory-Module noch einmal ordentlich steigen. Nach Angaben des Herstellers bringen es die neuen Chips auf einen Datendurchsatz von 14 Gigabit pro Sekunde. Über den 384 Bit breiten Bus (dieser blieb gegenüber den Vorgängern gleich) lässt sich so eine Speicherbandbreite von bis zu 672 Gigabyte pro Sekunde realisieren. Der Vorgänger-Standard GDDR5 bringt es auf 9 Gigabit beziehungsweise dann 432 Gigabyte pro Sekunde. Und in der verbesserten GDDR5X-Variante wurden 12 Gigabit und 576 Gigabyte pro Sekunde erreicht.

Die neuen Speicherchips werden damit also 17 Prozent schneller arbeiten, als alles, was bisher zu bekommen war. Und dabei ist schon klar, dass die Daten nicht komplett durch den Standard festgeschrieben sind. GDDR6 erlaubt durchaus noch höhere Geschwindigkeiten und Microns Roadmap sieht bereits vor, in einiger Zeit auch Chips mit bis zu 20 Gigabit pro Sekunde auf den Markt zu bringen.

Neue Grafikkarten dürften kommen

Die Vorstellung der letzten Generationen von Grafikspeichern erfolgte stets in enger zeitlicher Verbindung zu neuen Grafikkkarten-Modellen. Hier darf man also gespannt sein, was die kommenden Wochen bringen werden. Insbesondere in Nvidia sollte man da allerdings nicht zu viel Hoffnung setzen, da das Unternehmen den Start der neuesten Produkte noch etwas herauszögert. Hier soll es frühestens Ende August etwas Neues geben.

Allerdings beschränkt sich die Produktion Microns ohnehin nicht auf Grafikkarten. Ein Teil der GDDR6-Baureihen ist auch für den Einsatz in anderen Bereichen gedacht: So rechnet Micron auch auf Nachfrage von Seiten der Betreiber von KI-Systemen. Aber auch in Netzwerk-Equipment und im Automobilbereich sollen die neuen Bauelemente eingesetzt werden. Alle Chips kommen dabei mit einer Kapazität von 8 Gigabit.

Unterschied zur Konkurrenz

Samsung hatte bereits im Januar die Massen-Fertigung aufgenommen. Doch unterscheiden sich die Chips der Südkoreaner durch eine wesentlich geringere Speicherbandbreite.

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