Metal statt OpenGL: Spiele-Entwickler drohen, den Mac aufzugeben
Diese Woche findet in San Jose die alljährliche Worldwide Developers Conference (WWDC) statt, das ist die wichtigste Veranstaltung für Entwickler, die mit Apple-Betriebssystemen arbeiten. In der Regel ist das für sie eine erfreuliche Angelegenheit, in diesem Jahr haben die Kalifornier aber so manchen verärgert.
Auf der WWDC hat Apple die neue MacOS-Version 10.14 mit dem Namen Mojave vorgestellt. Diese bringt wie immer eine Reihe an Verbesserungen mit sich, doch in diesem Jahr droht eine kleine Rebellion. Denn in einer Passage der MacOS 10.14-Dokumentation wurde entdeckt, dass Apple die für Spiele und aufwendige Programme eingesetzten Grafik-APIs OpenGL und OpenCL schrittweise, aber letztlich wohl komplett ersetzen will.
Apple will, dass Entwickler stattdessen das hauseigene Metal bzw. die Metal Performance Shaders verwenden. Das Aus für OpenGL und OpenCL kommt zwar nicht von einem Tag auf den anderen, die APIs wurden aber als "Deprecation" eingestuft, was bedeutet, dass das Feature zwar nach wie vor funktioniert, aber keinen Support mehr genießt und irgendwann kaputtgehen könnte.
Der drohende Metal-Zwang kommt bei Spiele-Entwicklern nicht gut an, wie PC Gamer (via Apple Insider) berichtet. Rami Ismail vom niederländischen Indie-Studio Vlambeer meinte, dass noch kein Grund zur Panik bestehe, gut sei die Nachricht aber nicht: "Das Problem mit Metal ist sehr ähnlich zum Problem mit DirectX: Es ist nicht plattformübergreifend."
Ein Aus für OpenGL würde vor allem die unabhängigen Spielemacher treffen. Denn derzeit arbeiten viele zunächst auf Windows (dem mit Abstand größten Markt) und portieren ihre Spiele dann für Mac und Linux. Dank OpenGL ist das auch verhältnismäßig wenig Arbeit. Sollte aber irgendwann einmal nur noch Metal auf Macs möglich sein, dann ist das auch ein Ende unkomplizierter Portierungen. So meinte der Indie-Entwickler Alex Austin, dass dieses das Ende des Mac-Supports seiner Spiele bedeuten wird - er meinte das aber nicht als Drohung, sondern als Realität der Praxis.
Laut Ismail wird der Mac für Spiele weniger attraktiv: "Es hilft definitiv nicht" und auch er werde keine Zeit mit Metal verbringen, "weil es ein so kleiner Teil des Marktes ist". Ähnlich äußerten sich auch Thomas Altenburger von Flying Oak Games und David Lindsey Pittman von Minor Key Games.
Apple will, dass Entwickler stattdessen das hauseigene Metal bzw. die Metal Performance Shaders verwenden. Das Aus für OpenGL und OpenCL kommt zwar nicht von einem Tag auf den anderen, die APIs wurden aber als "Deprecation" eingestuft, was bedeutet, dass das Feature zwar nach wie vor funktioniert, aber keinen Support mehr genießt und irgendwann kaputtgehen könnte.
Offen und plattformübergreifend
Metal wurde 2014 eingeführt, bis dahin haben aber alle Mac-Spiele und 3D-Anwendungen auf OpenGL zugegriffen. Viele Games nutzen auch nach wie vor OpenGL, weil es Open-Source und plattformübergreifend ist. Das gilt auch für den Nachfolger Vulkan, die API kann - allerdings nur inoffiziell - per Workaround zum Laufen gebracht werden.Der drohende Metal-Zwang kommt bei Spiele-Entwicklern nicht gut an, wie PC Gamer (via Apple Insider) berichtet. Rami Ismail vom niederländischen Indie-Studio Vlambeer meinte, dass noch kein Grund zur Panik bestehe, gut sei die Nachricht aber nicht: "Das Problem mit Metal ist sehr ähnlich zum Problem mit DirectX: Es ist nicht plattformübergreifend."
Ein Aus für OpenGL würde vor allem die unabhängigen Spielemacher treffen. Denn derzeit arbeiten viele zunächst auf Windows (dem mit Abstand größten Markt) und portieren ihre Spiele dann für Mac und Linux. Dank OpenGL ist das auch verhältnismäßig wenig Arbeit. Sollte aber irgendwann einmal nur noch Metal auf Macs möglich sein, dann ist das auch ein Ende unkomplizierter Portierungen. So meinte der Indie-Entwickler Alex Austin, dass dieses das Ende des Mac-Supports seiner Spiele bedeuten wird - er meinte das aber nicht als Drohung, sondern als Realität der Praxis.
Laut Ismail wird der Mac für Spiele weniger attraktiv: "Es hilft definitiv nicht" und auch er werde keine Zeit mit Metal verbringen, "weil es ein so kleiner Teil des Marktes ist". Ähnlich äußerten sich auch Thomas Altenburger von Flying Oak Games und David Lindsey Pittman von Minor Key Games.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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