France.com-Streit: Regierung enteignet Besitzer, der verklagt Frankreich
Obwohl er die Seite France.com 1994 registriert und seitdem aktiv genutzt hatte, wurde jetzt einem in den USA lebenden Franzosen der Zugriff auf seine Domain vom französischen Staat entzogen. Jetzt schlägt der Mann mit einer Klage gegen die Enteignung zurück.
Wie 20 Minutes schreibt, hatte sich Jean-Noël Frydman für die Adresse France.com bei dem Dienst Web.com im Jahr 1994 als Besitzer eintragen lassen. Frydman, der in den USA lebt, hatte die Domain seitdem als Informationsportal seiner Reiseagentur für US-amerikanische Interessenten an seinem Heimatland betrieben. Dabei hatte er nach eigenen Angaben auch ganz offiziell mit öffentlichen Behörden wie dem französischen Generalkonsulat in Los Angeles und dem Außenministerium in Frankreich zusammengearbeitet.
Doch seit einigen Jahren scheinen sich die Behörden nun doch daran zu stören, dass die prominente Adresse in privatem Besitz ist. So soll Frankreich schon 2015 versucht haben den Namen zu erhalten, war dabei aber zunächst gescheitert. Mit einer Entscheidung des Berufungsgerichts, dass France.com gegen französisches Markenrecht verstoße, wurde der Fall im September 2017 aber wieder aufgemacht.
Der France.com-Besitzer vs. Frankreich
In den jungen Jahren des Internets haben sich viele findige Nutzer Domains gesichert, die später zu Geld gemacht wurden. Oft werden die attraktiven Netzadressen aber auch seit Jahrzehnten von ihren Besitzern genutzt. Im Fall der URL France.com kommt es jetzt genau in dieser Hinsicht zu einem interessanten Konflikt. Der französische Staat hat sich die Domain angeeignet, 24 Jahre nachdem sie von ihrem Besitzer registriert worden war. Infografik: So sind die registrierten .de-Domains aufs ganze Land verteilt
Wie 20 Minutes schreibt, hatte sich Jean-Noël Frydman für die Adresse France.com bei dem Dienst Web.com im Jahr 1994 als Besitzer eintragen lassen. Frydman, der in den USA lebt, hatte die Domain seitdem als Informationsportal seiner Reiseagentur für US-amerikanische Interessenten an seinem Heimatland betrieben. Dabei hatte er nach eigenen Angaben auch ganz offiziell mit öffentlichen Behörden wie dem französischen Generalkonsulat in Los Angeles und dem Außenministerium in Frankreich zusammengearbeitet.
Doch seit einigen Jahren scheinen sich die Behörden nun doch daran zu stören, dass die prominente Adresse in privatem Besitz ist. So soll Frankreich schon 2015 versucht haben den Namen zu erhalten, war dabei aber zunächst gescheitert. Mit einer Entscheidung des Berufungsgerichts, dass France.com gegen französisches Markenrecht verstoße, wurde der Fall im September 2017 aber wieder aufgemacht.
Domain enteignet, Klage eingereicht
So haben sich offenbar die Anwälte des französischen Außenministeriums nach dem Urteil an den Hoster Web.com gewandt und eine Übertragung der Rechte an France.com gefordert. Wie Frydman angibt, habe er seit März 2018 nun keinen Zugriff mehr auf die Adresse. Die Domain war ohne eine Mitteilung an den früheren Besitzer an die Behörde übertragen worden. Auch eine Entschädigung wurde nicht geleistet. Frydman strebt jetzt in dem US-Bundesstaat Virginia eine Klage an, um die Domain zurückzuerhalten.
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