Amazon: Tausende US-Mitarbeiter auf Lebensmittelmarken angewiesen
Wenn Amazon in den USA demnächst damit beginnt, Lebensmittelmarken der staatlichen Sozialhilfe als Bezahlung für entsprechende Produkte zu akzeptieren, dürfte das Unternehmen auch eigene Mitarbeiter als potenzielle Kunden sehen. Denn viele von diesen sind auf solche Beihilfen angewiesen, weil sie schlicht zu schlecht bezahlt werden.
Was Recherchen des US-Magazins The Intercept zutage förderten, stellt die Kehrseite dessen dar, was als rasantes Wachstum gefeiert wird und Amazon zu einem der drei wertvollsten Unternehmen der USA macht: Um an diesen Punkt zu gelangen, streicht der Konzern Subventionen und Steuervergünstigungen in großem Stil ein und verspricht, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Das geschieht auch - und niemand hat davon gesprochen, dass die Beschäftigten dann auch von ihrem Gehalt vernünftig leben können sollen.
Im US-Bundesstaat Arizona hat Amazon beispielsweise einen vergleichsweise noch geringen Betrag von rund 4 Millionen Dollar an Beihilfen verbuchen können. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen dort etwa 6000 Leute. Von diesen erhalten immerhin rund 1800 Hilfe vom Supplemental Nutrition Assistance Program (SNAP) in Form von Lebensmittelmarken, weil das Gehalt nicht ausreicht, um sich und die Familie zu ernähren.
Ebenfalls mit an der Spitze steht Amazon demnach im Bundesstaat Pennsylvania. In Kansas, Ohio und Washington ist der Handelsriese immerhin noch in den Top 20 vertreten. Und es ist davon auszugehen, dass sich die Situation noch verschärfen wird. Denn Prognosen gehen davon aus, dass Amazon seinen Marktanteil am Online-Handel der USA bis zum Jahr 2021 auf rund 50 Prozent steigern wird. Dafür werden aber noch viele weitere Logistikzentren benötigt - die man dann sicherlich wieder aus öffentlichen Mitteln fördern lässt - um dann schlecht bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen.
Siehe auch: Microsoft & Amazon ringen um Platz 2 der teuersten Firmen der Welt
Im US-Bundesstaat Arizona hat Amazon beispielsweise einen vergleichsweise noch geringen Betrag von rund 4 Millionen Dollar an Beihilfen verbuchen können. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen dort etwa 6000 Leute. Von diesen erhalten immerhin rund 1800 Hilfe vom Supplemental Nutrition Assistance Program (SNAP) in Form von Lebensmittelmarken, weil das Gehalt nicht ausreicht, um sich und die Familie zu ernähren.
Es werden noch mehr
Das ist für Amazons Verhältnisse der Spitzenwert und das Unternehmen stand damit in dem Bundesstaat auf Rang 5 jener Firmen, bei denen ein besonders hoher Anteil von Mitarbeitern noch staatliche Zuschüsse bekommt. Als einer der größten Konzerne der Welt steht man hier in einer Reihe mit Marken wie Walmart und McDonalds.Ebenfalls mit an der Spitze steht Amazon demnach im Bundesstaat Pennsylvania. In Kansas, Ohio und Washington ist der Handelsriese immerhin noch in den Top 20 vertreten. Und es ist davon auszugehen, dass sich die Situation noch verschärfen wird. Denn Prognosen gehen davon aus, dass Amazon seinen Marktanteil am Online-Handel der USA bis zum Jahr 2021 auf rund 50 Prozent steigern wird. Dafür werden aber noch viele weitere Logistikzentren benötigt - die man dann sicherlich wieder aus öffentlichen Mitteln fördern lässt - um dann schlecht bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen.
Siehe auch: Microsoft & Amazon ringen um Platz 2 der teuersten Firmen der Welt
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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