Wohl unbemanntes U-Boot:
China testet neuartiges Raketenschiff
Die chinesische Marine erprobt aktuell ein halbtauchfähiges, mutmaßlich unbemanntes Raketen-U-Boot. Der neuartige Trimaran könnte U-Boot-Eigenschaften mit der Feuerkraft von Überwasserschiffen kombinieren und soll bis zu 18 Raketen tragen.
Das Design weicht erwartungsgemäß von herkömmlichen U-Booten ab. Der Rumpf besteht aus einem Hauptteil und zwei kleineren Auslegern am Heck. Diese Konfiguration soll dem Schiff Stabilität verleihen, wenn es an die Oberfläche kommt. Das liegt an der grundsätzlichen Idee dieses Typs: Denn im Gegensatz zu klassischen U-Booten, die Waffen unter Wasser abfeuern, muss dieses Modell auftauchen. Dann öffnen sich die Luken, um die Raketensilos vertikal aufzurichten.
Der Aufbau des Trimaran-U-Bootes (Grafik: Naval News)
Trotz der Fähigkeit zu tauchen, wird das Fahrzeug voraussichtlich von Dieselmotoren angetrieben. Ein Schnorchelmast versorgt die Maschinen knapp unterhalb der Wasseroberfläche mit Luft. Die Schiffsdesignerin Rachel Pawling schätzt die Wasserverdrängung im getauchten Zustand auf etwa 900 Tonnen. Laut Pawling nehmen die Waffenkammern so viel Platz ein, dass kaum Raum für eine Besatzung bleibt. Eine offene Brücke am Turm soll vermutlich nur dazu dienen, das Schiff manuell in Häfen zu steuern.
Was denkt ihr über dieses ungewöhnliche Designkonzept für unbemannte U-Boote? Teilt eure Gedanken und Einschätzungen gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Chinas Marine testet im Bohai-Meer ein neuartiges Trimaran-Wasserfahrzeug
- Das halbtauchfähige Modell soll voraussichtlich ohne Besatzung operieren
- Zum Abfeuern der gelagerten Raketen muss das Schiff an die Oberfläche kommen
- Experten vermuten eine Bewaffnung mit bis zu 18 starken Hyperschallraketen
- Dieselmotoren mit Schnorchelmast treiben das etwa 900 Tonnen schwere Boot an
- Das Konzept erinnert Fachleute an sowjetische U-Boote aus dem Kalten Krieg
Chinas mutmaßlich unbemanntes Raketen-U-Boot
Die chinesische Marine testet aktuell im Bohai-Meer bei Huludao ein neuartiges und vermutlich halbtauchfähiges Wasserfahrzeug. Das Schiff wurde laut Satellitenbildern ursprünglich in Guangzhou gebaut und Anfang des Jahres über den Hafen von Dalian in den Norden des Landes transportiert. Es handelt sich um einen sogenannten Trimaran, der voraussichtlich ohne ständige Besatzung operieren soll. Das Modell könnte die Eigenschaften eines U-Bootes mit der Feuerkraft eines Überwasserschiffes kombinieren, um feindliche Flottenverbände auf Distanz zu halten.Das Design weicht erwartungsgemäß von herkömmlichen U-Booten ab. Der Rumpf besteht aus einem Hauptteil und zwei kleineren Auslegern am Heck. Diese Konfiguration soll dem Schiff Stabilität verleihen, wenn es an die Oberfläche kommt. Das liegt an der grundsätzlichen Idee dieses Typs: Denn im Gegensatz zu klassischen U-Booten, die Waffen unter Wasser abfeuern, muss dieses Modell auftauchen. Dann öffnen sich die Luken, um die Raketensilos vertikal aufzurichten.
Der Aufbau des Trimaran-U-Bootes (Grafik: Naval News)
Bis zu 18 Raketen
Laut einer Analyse von Naval News befinden sich im mittleren Rumpf zwei große Waffenkammern. Darin lagern die Startrohre zunächst horizontal. Beobachter gehen von 16 bis 18 Raketen aus. Als mögliche Bewaffnung gilt die chinesische Hyperschallrakete YJ-20, deren Reichweite auf etwa 1000 bis 1500 Kilometer geschätzt wird. Für die Zielfindung dürfte das Schiff auf externe Daten aus einem größeren Netzwerk angewiesen sein.Trotz der Fähigkeit zu tauchen, wird das Fahrzeug voraussichtlich von Dieselmotoren angetrieben. Ein Schnorchelmast versorgt die Maschinen knapp unterhalb der Wasseroberfläche mit Luft. Die Schiffsdesignerin Rachel Pawling schätzt die Wasserverdrängung im getauchten Zustand auf etwa 900 Tonnen. Laut Pawling nehmen die Waffenkammern so viel Platz ein, dass kaum Raum für eine Besatzung bleibt. Eine offene Brücke am Turm soll vermutlich nur dazu dienen, das Schiff manuell in Häfen zu steuern.
Gefahr für Flugzeugträger
Pawling vergleicht das Konzept mit sowjetischen Marschflugkörper-U-Booten der Juliett-Klasse aus dem Kalten Krieg, die zum Abfeuern ihrer Anti-Schiffs-Raketen auftauchen mussten und so hochwertige Kriegsschiffe aus unerwarteten Richtungen angreifen konnten. Bislang hat China weder den genauen Zweck noch die Bewaffnung offiziell bestätigt. Spezifikationen zu Tauchtiefe, Geschwindigkeit und Reichweite bleiben damit bis auf Weiteres unbekannt.Was denkt ihr über dieses ungewöhnliche Designkonzept für unbemannte U-Boote? Teilt eure Gedanken und Einschätzungen gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- 500 km/h auf Wasser: Chinas ominöses 'Bohai Seemonster' gesichtet
- Mysteriöses chinesisches U-Boot mit turmfreiem Design gesichtet
- Erstes Drohnen-Duell auf See: Ukrainisches USV zerstört russisches Boot
- Atom-U-Boot enthüllt: Nordkorea zeigt das 8700 Tonnen schwere Schiff
- Russisches "Superwaffen-U-Boot": Neue Details zur Chabarowsk-Klasse
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.