Claude blockiert Spiele-Nachbauten, doch offenbar auch legitime Arbeit
Anthropic schränkt die Fähigkeiten seiner KI Claude ein, um das Klonen sowie Reverse Engineering von Videospielen zu unterbinden. Laut Nutzerberichten werden zudem auch legitime Entwickler blockiert und alltägliche IT-Aufgaben verweigert.
Die Ende Oktober eingeführte Regelung hängt damit zusammen, dass in letzter Zeit zahlreiche KI-Portierungen bekannter Titel wie Grand Theft Auto 5 oder Halo: Combat Evolved auftauchten. Auch Produktiv-Software war betroffen, denn es gab auch Nachbauten von Anwendungen wie Microsoft Office 365. Zudem berichten kleine Entwicklerstudios von Erpressungsversuchen, bei denen Täter drohen, frühe Demo-Versionen mithilfe von KI zu vollständigen Spielen zu klonen und vor dem Original zu veröffentlichen. Um derartige Urheberrechtsverletzungen zu stoppen, untersagt ein neuer Textbefehl den Systemen den Nachbau spezifischer Spiele.
Auch abseits der Spieleentwicklung stoßen Nutzer auf plötzliche Barrieren. Laut Nutzerberichten verweigert Claude inzwischen auch alltägliche IT-Aufgaben. Dazu zählen die Analyse einfacher Windows-Absturzberichte oder die Unterstützung beim Entfernen vorinstallierter Software auf Samsung-Fernsehern. Bei Reverse-Engineering-Anfragen bricht Claude die Antwort laut Nutzern teils mitten im Satz ab.
Experten vermuten, dass sich Anthropic vorsorglich vor Klagen von Softwarefirmen schützen will. Das Unternehmen schloss im vergangenen Jahr einen Vergleich in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar (etwa 1,34 Milliarden Euro), nachdem insgesamt 500.000 Autoren wegen der Nutzung von urheberrechtlich geschütztem Material für KI-Trainingsdaten geklagt hatten.
Nutzt ihr Claude für Programmieraufgaben und seid von den neuen Sperren betroffen? Oder weicht ihr bereits auf lokale KI-Modelle aus? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
- Anthropic verbietet Claude Opus 5.5 nun das Nachbauen bekannter Videospiele
- Die neuen Regeln sollen das unbefugte Klonen von Softwareprogrammen stoppen
- Entwickler berichten von Erpressungen durch KI-Klone vor dem Spielerelease
- Legitime Aufgaben wie Anti-Cheat-Entwicklung werden nun fälschlich blockiert
- Mitarbeiter Addy Osmani bestätigte kürzlich eine Anpassung der KI-Prompts
- Möglicherweise will Anthropic künftige Urheberrechtsklagen damit abwenden
Schutz vor KI-Spieleklonen
Anthropic hat dem Sprachmodell Claude Opus 5.5 und dem Werkzeug Claude Code neue Einschränkungen auferlegt. Die Systeme sollen keine bestehenden Videospiele mehr nachbauen dürfen, Nutzer berichten zudem, dass Claude Reverse-Engineering-Aufgaben verweigert.Die Ende Oktober eingeführte Regelung hängt damit zusammen, dass in letzter Zeit zahlreiche KI-Portierungen bekannter Titel wie Grand Theft Auto 5 oder Halo: Combat Evolved auftauchten. Auch Produktiv-Software war betroffen, denn es gab auch Nachbauten von Anwendungen wie Microsoft Office 365. Zudem berichten kleine Entwicklerstudios von Erpressungsversuchen, bei denen Täter drohen, frühe Demo-Versionen mithilfe von KI zu vollständigen Spielen zu klonen und vor dem Original zu veröffentlichen. Um derartige Urheberrechtsverletzungen zu stoppen, untersagt ein neuer Textbefehl den Systemen den Nachbau spezifischer Spiele.
Legitime Arbeit wird blockiert
Wie Tom's Hardware berichtet, greifen die neuen Sicherheitsmechanismen laut Nutzerberichten aber oft zu weit. Entwickler melden, dass Claude die Unterstützung bei eigenen Projekten verweigert. So soll das System teilweise die Entwicklung von Anti-Cheat-Maßnahmen und Sicherheitsprüfungen eigener Spiele blockiert haben, mit der Begründung, dass Schutzmechanismen ausgelöst wurden.Auch abseits der Spieleentwicklung stoßen Nutzer auf plötzliche Barrieren. Laut Nutzerberichten verweigert Claude inzwischen auch alltägliche IT-Aufgaben. Dazu zählen die Analyse einfacher Windows-Absturzberichte oder die Unterstützung beim Entfernen vorinstallierter Software auf Samsung-Fernsehern. Bei Reverse-Engineering-Anfragen bricht Claude die Antwort laut Nutzern teils mitten im Satz ab.
Anthropic bestätigt Anpassung
Anthropic-Mitarbeiter Addy Osmani bestätigte die Änderungen auf X. Das Unternehmen habe den Prompt von Claude Code für Opus 5.5 um zwei Sätze ergänzt, um Verletzungen des geistigen Eigentums zu verhindern. Die Arbeit an Originaltiteln und eigenen Designs soll laut Osmani weiterhin funktionieren. Entwickler, deren legitime Projekte blockiert werden, sollen sich zur Untersuchung direkt an ihn wenden.Experten vermuten, dass sich Anthropic vorsorglich vor Klagen von Softwarefirmen schützen will. Das Unternehmen schloss im vergangenen Jahr einen Vergleich in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar (etwa 1,34 Milliarden Euro), nachdem insgesamt 500.000 Autoren wegen der Nutzung von urheberrechtlich geschütztem Material für KI-Trainingsdaten geklagt hatten.
Nutzt ihr Claude für Programmieraufgaben und seid von den neuen Sperren betroffen? Oder weicht ihr bereits auf lokale KI-Modelle aus? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
- Anthropic: Große Störung hat diverse Claude-Dienste lahmgelegt
- Nutzer kündigen wegen neuer KI-Markierung ihre Claude-Abonnements
- KI-Modell Claude: Anthropic stoppt mögliche Biowaffen-Forschung
- KI-Agent Claude Duet: Anthropics Antwort auf Meta und OpenAI
- Erneut Großausfall bei KI-Tool Claude, es hakt an allen Ecken (Update)
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
Videos zum Thema KI
- Super Bowl 2026: OpenAI lässt uns mit Codex Neues erschaffen
- Super Bowl 2026: Claude verrät, wie man einen Sixpack bekommt
- Anthropic Claude macht sich über Werbung in ChatGPT lustig
- Super Bowl 2025: OpenAI heißt uns im KI-Zeitalter willkommen
- Bing mit ChatGPT: Microsoft stellt seinen "Kopilot fürs Netz" vor
Beliebte KI-Downloads
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Spyware-Alarm im Bundestag: Apple warnt Politiker vor iPhone-Hack
- Importe aus Nicht-EU-Ländern: Neue Gebühr verteuert Pakete ab sofort
- Boom Supersonic: Überschallflieger später, dafür jetzt Gasturbinen
- Erster Black-Friday-Tarif: Bis zu 200 GB im Telekom-Netz reduziert
- Portal-Prequel geleakt: Valves F-Stop ist nach 19 Jahren nun spielbar
- Weniger Strahlung: Röntgen-Bildgebung wird deutlich verbessert
- Letzte Chance: Halloween-Abverkauf jetzt bei Media Markt & Saturn
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen