Flash-Speicher: Der große Boom scheint jetzt erst einmal vorbei zu sein
Da die Technologie-Branche weiterhin kein neues Hype-Produkt platzieren kann, flaut auch der zuletzt extrem hohe Bedarf an Speicherchips merklich ab. Die Halbleiter-Hersteller müssen sich darauf einstellen, in diesem Jahr wesentlich weniger an der Produktion von Flash-Komponenten zu verdienen als in den letzten anderthalb Jahren.
Über einen vergleichsweise langen Zeitraum verbuchten die Flash-Produzenten satte Einnahmen, da die Preise auf dem Weltmarkt auf höchstem Niveau lagen. Immerhin waren quasi alle Chips, die vom Band liefen, direkt verkauft. Die rasant steigende Nachfrage konnte zuweilen sogar nicht oder nur schwer zur Zufriedenheit aller Kunden befriedigt werden. Insbesondere Samsung Electronics verdiente sich auf diese Weise eine goldene Nase.
Doch inzwischen sieht die Lage weniger rosig aus, wie aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hervorgeht. Die Preise für High End-Flash, wie er in Smartphones und SSDs zum Einsatz kommt, sind im vierten Quartal des letzten Jahres im Durchschnitt um 5 Prozent gefallen. Neueste Prognosen von Branchenbeobachtern gehen inzwischen davon aus, dass die Wachstumsrate der Flash-Industrie in diesem Jahr wohl um die 30-Prozent-Marke liegen wird. Andere Sektoren können von solchen Steigerungen natürlich nur träumen, für die Speicherchip-Hersteller wäre es aber nur noch weniger als die Hälfte dessen, was im letzten Jahr verzeichnet wurde.
Die rasante Entwicklung der letzten Jahre ging aber auch mit einer starken Konsolidierung der Branche einher. So mancher würde annehmen, dass die hohe Nachfrage einer großen Zahl von Herstellern Raum bietet. Doch waren jene mit kleineren Produktionsanlagen schnell nicht mehr konkurrenzfähig. Die großen Produzenten wie Samsung und Hynix konnten Milliarden in den Ausbau und die Modernisierung ihrer Produktion investieren und letztlich so effizient arbeiten, dass sie mit Verkaufspreisen hohe Gewinne erzielten, die bei kleinen Anbietern gerade einmal zur Kostendeckung führten. Infolgedessen ist die Zahl der Hersteller seit den 1990er Jahre inzwischen von rund 20 auf eine Handvoll geschrumpft.
Doch inzwischen sieht die Lage weniger rosig aus, wie aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hervorgeht. Die Preise für High End-Flash, wie er in Smartphones und SSDs zum Einsatz kommt, sind im vierten Quartal des letzten Jahres im Durchschnitt um 5 Prozent gefallen. Neueste Prognosen von Branchenbeobachtern gehen inzwischen davon aus, dass die Wachstumsrate der Flash-Industrie in diesem Jahr wohl um die 30-Prozent-Marke liegen wird. Andere Sektoren können von solchen Steigerungen natürlich nur träumen, für die Speicherchip-Hersteller wäre es aber nur noch weniger als die Hälfte dessen, was im letzten Jahr verzeichnet wurde.
Krise ist anders
Die Marktforscher wollen ihre Voraussagen allerdings keineswegs als Krisenwarnungen verstanden wissen. Vielmehr wird 2018 ein ziemlich stabiles Jahr für die Flash-Branche und es wird den Herstellern durchaus gut gehen - nur werden halt keine Boom-Geschäfte mehr das Bild prägen. 2017 kletterten die Umsätze mit Flash-Chips immerhin noch um satte 70 Prozent, nachdem nicht nur immer höhere Speicherkapazitäten in Smartphones und andere mobile Geräte verbaut wurden, sondern auch noch die Cloud-Betreiber begannen, zur Performance-Steigerung massiv auf den Einsatz von SSDs in Datenzentren zu setzen.Die rasante Entwicklung der letzten Jahre ging aber auch mit einer starken Konsolidierung der Branche einher. So mancher würde annehmen, dass die hohe Nachfrage einer großen Zahl von Herstellern Raum bietet. Doch waren jene mit kleineren Produktionsanlagen schnell nicht mehr konkurrenzfähig. Die großen Produzenten wie Samsung und Hynix konnten Milliarden in den Ausbau und die Modernisierung ihrer Produktion investieren und letztlich so effizient arbeiten, dass sie mit Verkaufspreisen hohe Gewinne erzielten, die bei kleinen Anbietern gerade einmal zur Kostendeckung führten. Infolgedessen ist die Zahl der Hersteller seit den 1990er Jahre inzwischen von rund 20 auf eine Handvoll geschrumpft.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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