Ab in die Überproduktion:
Flash-Preise beginnen jetzt zu fallen
Lange hielt die enorm schnell steigende Nachfrage die Preise für Flash-Speicher auf ziemlich hohem Niveau. In den kommenden Monaten können sich Nutzer aber auf zunehmend günstigere Anschaffungskosten für SSDs und andere Speichermedien auf deren Basis freuen, teilen die Marktforscher von DRAMeXchange mit.
Die Hersteller von NAND-Flash fuhren ihre Produktionsanlagen über lange Zeit quasi ständig unter Volllast. Nicht nur, dass immer mehr Nutzer lieber auf schnelle SSDs in ihren Rechnern setzten. Vor allem auch der Smartphone-Markt benötigte riesige Mengen der Speicherchips. Die Kontingente auf dem globalen Großmarkt waren daher stets direkt ausverkauft und wer nicht zufällig über längerfristige Lieferverträge oder eigene Produktionskapazitäten verfügte, musste teils ziemlich hohe Preise auf den Tisch legen.
Das ändert sich nun aber. Die Halbleiter-Hersteller haben ordentlich investiert und können inzwischen wesentlich größere Mengen produzieren. Hinzu kommt, dass neue Verfahren für die Herstellung von 3D-NAND mehr Kapazität mit geringerem Aufwand ermöglichen. Das führt laut den Marktforschern dazu, dass langsam aber sicher die Fertigungsmengen die Nachfrage übersteigen und sich eine Überproduktion aufbaut.
Der erste Bereich, in dem Anzeichen für eine Überproduktion auftauchen, ist das Server-Segment. Da hier hohe Gewinnmargen winken, haben die Hersteller ordentlich Enterprise-SSDs gebaut und werden nun gar nicht so viele los wie erhofft. Von da aus wird sich der Trend aber auch in andere Produktkategorien fortsetzen, hieß es. Und das ist keine kurzfristige Sache: Die Marktforscher rechnen fest damit, dass die Preise auch im ersten Halbjahr 2019 weiter sinken werden.
Siehe auch: Schnell und für Endnutzer - Toshiba bringt erste 1TB-SSD mit 96 Layern
Das ändert sich nun aber. Die Halbleiter-Hersteller haben ordentlich investiert und können inzwischen wesentlich größere Mengen produzieren. Hinzu kommt, dass neue Verfahren für die Herstellung von 3D-NAND mehr Kapazität mit geringerem Aufwand ermöglichen. Das führt laut den Marktforschern dazu, dass langsam aber sicher die Fertigungsmengen die Nachfrage übersteigen und sich eine Überproduktion aufbaut.
SSD-Aufrüstung an Weihnachten
Die Folge dessen werden sinkende Preise sein. Im Durchschnitt werden die Kosten für Flash-Komponenten in den beiden kommenden Quartalen dieses Jahres wahrscheinlich jeweils um die zehn Prozent sinken - und das wohlgemerkt in einer Zeit, in der die Nachfrage in Vorbereitung des Weihnachtsgeschäfts traditionell eher noch einmal ordentlich anzieht. Hier kann man also davon ausgehen, dass sich die reduzierten Kosten auch auf die Endkundenpreise auswirken werden.Der erste Bereich, in dem Anzeichen für eine Überproduktion auftauchen, ist das Server-Segment. Da hier hohe Gewinnmargen winken, haben die Hersteller ordentlich Enterprise-SSDs gebaut und werden nun gar nicht so viele los wie erhofft. Von da aus wird sich der Trend aber auch in andere Produktkategorien fortsetzen, hieß es. Und das ist keine kurzfristige Sache: Die Marktforscher rechnen fest damit, dass die Preise auch im ersten Halbjahr 2019 weiter sinken werden.
Siehe auch: Schnell und für Endnutzer - Toshiba bringt erste 1TB-SSD mit 96 Layern
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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