Qualcomm Snapdragon: Samsung verliert nächsten Großauftrag an TSMC
Samsungs Halbleiter-Sparte verliert den nächsten prestigeträchtigen Auftrag an den Konkurrenten Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC). Nach Apple wird auch Qualcomm die Fertigung von High End-Prozessoren im kommenden Jahr an den weltgrößten Auftragshersteller verlagern.
Wie aus einem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei unter Berufung auf Manager aus der Branche hervorgeht, wird TSMC bereits in den kommenden Monaten mit der Produktion der modernsten Modem-Chips von Qualcomm betraut. Anschließend soll das Unternehmen aber auch mit der Fertigung von Snapdragon 855-SOCs betraut werden.
Samsung hatte zuvor schon die Fertigung der Ax-Prozessoren, die von Apple entwickelt und in iPhones und iPads verbaut werden, an TSMC verloren. Mit Qualcomm wechselt dann jetzt der nächste große Anbieter, dessen Chips in den meisten hochwertigeren Android-Mobiltelefonen arbeiten, den Produzenten. Zum Ende des Jahres 2018 hin sollen die Snapdragons dann aus den neuesten 7-Nanometer-Fertigungslinien TSMCs herausfallen.
Die Entscheidung Qualcomms dürfte darauf zurückzuführen sein, dass TSMC eher mit 7-Nanometer-Prozessen starten wird als Samsung. Die Südkoreaner wollen allerdings den ersten Schritt TSMCs auslassen und gleich etwas später in die 7-Nanometer-Plus-Technik mit Extreme Ultraviolet (EUV)-Verfahren einsteigen. Wenn diese anlaufen, könnten auch Aufträge Qualcomms wieder zurückkommen, da TSMC die Technologie erst einige Zeit nach Samsung zum Einsatz bringen wird.
Samsung hatte zuvor schon die Fertigung der Ax-Prozessoren, die von Apple entwickelt und in iPhones und iPads verbaut werden, an TSMC verloren. Mit Qualcomm wechselt dann jetzt der nächste große Anbieter, dessen Chips in den meisten hochwertigeren Android-Mobiltelefonen arbeiten, den Produzenten. Zum Ende des Jahres 2018 hin sollen die Snapdragons dann aus den neuesten 7-Nanometer-Fertigungslinien TSMCs herausfallen.
Rückkehr wenn EUV bereit ist
Qualcomms aktuelle Spitzenmodelle, darunter der Snapdragon 835 und der Snapdragon 845, werden von Samsung hergestellt. Diese tragen einen signifikanten Teil zur Auslastung der hochwertigsten Chipfabriken bei, die hohe Investitionen verschlungen haben. Insofern bleibt abzuwarten, welche Folgen die Abwanderung Qualcomms haben wird.Die Entscheidung Qualcomms dürfte darauf zurückzuführen sein, dass TSMC eher mit 7-Nanometer-Prozessen starten wird als Samsung. Die Südkoreaner wollen allerdings den ersten Schritt TSMCs auslassen und gleich etwas später in die 7-Nanometer-Plus-Technik mit Extreme Ultraviolet (EUV)-Verfahren einsteigen. Wenn diese anlaufen, könnten auch Aufträge Qualcomms wieder zurückkommen, da TSMC die Technologie erst einige Zeit nach Samsung zum Einsatz bringen wird.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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