Start von GTA 6 soll US-Wirtschaft rund eine Milliarde Dollar kosten

Der Start von Grand Theft Auto 6 am 19. November könnte die US-Wirtschaft rund 890 Millionen Euro kosten. Einem Ökonomen zufolge planen schätzungsweise 1,5 Millionen amerikanische Arbeitnehmer, sich an diesem Tag krankzumelden.
Logo, Rockstar Games, Videospiel, Grand Theft Auto, Gta, GTA 6, Grand Theft Auto 6, Grand Theft Auto VI, GTA VI, Vice City, Open-World, Artwork
WinFuture/KI-generiert
  • Der Verkaufsstart von GTA 6 könnte viele Krankmeldungen nach sich ziehen
  • In den USA droht dadurch ein ökonomischer Schaden von rund 890 Millionen Euro
  • Ein Forscher rechnet mit 1,5 Millionen fehlenden Angestellten in den USA
  • Besonders die Technologiebranche dürfte von den Ausfällen betroffen sein
  • Der Publisher Take-Two Interactive erwartet sehr hohe Einnahmen am Markt
  • Das schottische Entwicklerstudio Rockstar North profitiert vom Reingewinn

Krankmeldungen für GTA 6 erwartet

Der Start des Actionspiels Grand Theft Auto 6 am Donnerstag, dem 19. November, wird voraussichtlich nicht nur die Spielewelt beschäftigen. Auch Arbeitgeber müssen sich auf leere Büros einstellen, und zwar weltweit. Für die USA liegen nun aber Zahlen vor, wie sich das auswirken könnte.

Einem Bericht der International Business Times zufolge könnte der Start allein in den USA einen wirtschaftlichen Schaden von umgerechnet rund 890 Millionen Euro verursachen. Der Wirtschaftsprofessor José García Montalvo von der Universität Pompeu Fabra in Barcelona schätzt, dass sich etwa 1,5 Millionen amerikanische Arbeitnehmer an diesem Tag krankmelden werden, um den neuesten Teil der Kriminalserie zu spielen.


Der Wissenschaftler stützt seine Prognose auf eine durchschnittliche jährliche Wirtschaftsleistung von knapp 62.300 Euro pro US-Arbeitnehmer. Der zu erwartende Krankenstand führt laut der Modellrechnung zu einem kurzfristigen Produktivitätseinbruch von etwa zwei Prozent. Den Großteil der Fehlenden stellen demnach Männer zwischen 18 und 30 Jahren, am stärksten betroffen dürfte laut der Prognose die Technologiebranche sein. Selbst anwesende Mitarbeiter könnten durch Gespräche über das Spiel oder nächtliche Spielsitzungen weniger produktiv sein.

Geld fließt nach Europa

Ein ähnliches Phänomen gab es bereits im Jahr 2013 bei der Veröffentlichung von Grand Theft Auto 5. Damals nahmen Berichten zufolge in Metropolen wie New York und Los Angeles bis zu sechs Prozent der 18- bis 35-jährigen Angestellten den Tag frei. Das Geld verschwindet durch den erwarteten Ausfall jedoch nicht, sondern wechselt lediglich den Besitzer. Der Publisher Take-Two Interactive erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen operativen Cashflow von über 890 Millionen Euro.

Da das verantwortliche Hauptentwicklerstudio Rockstar North im schottischen Edinburgh sitzt, fließt ein Großteil der Einnahmen nach Großbritannien. Während US-Unternehmen die Kosten für den Arbeitsausfall tragen, profitiert die europäische Seite von den Verkäufen. Die Marktforschungsfirma Newzoo geht davon aus, dass Grand Theft Auto 6 in der ersten Woche weltweit mindestens 37 Millionen Mal verkauft werden könnte.

Einige US-Arbeitgeber reagieren bereits auf den erwarteten Personalengpass. Ein kalifornischer Autoteilehändler warnte seine Kunden öffentlich vor Verzögerungen beim Versand, da mehrere Angestellte für den 19. November Urlaub eingereicht haben. Zudem planen auch Softwareentwickler, sich für die Erscheinungswoche freizunehmen.

Was haltet ihr von den Prognosen zu den Krankmeldungen? Habt ihr euch für den Release von GTA 6 ebenfalls Urlaub genommen? Teilt eure Meinungen gerne in den Kommentaren mit!

Siehe auch:
Witold Pryjda

Senior Redakteur

Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.

WinFuture bei Google bevorzugenJetzt hinzufügen
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!