Apple einer der größten Profiteure von Trumps Steuernachlässen

Foxconn, Tim Cook, Apple Foxconn Bildquelle: Apple
Die von US-Präsident Trump und seinen Republikanern durchgedrückten Änderungen im US-Steuerrecht kommen offenbar nicht nur vielen schwerreichen Bürgern zugute, sondern helfen auch großen Firmen dabei, ihre bisher im Ausland lagernden finanziellen Mittel ohne große Verluste wieder in die Vereinigten Staaten zu bringen. Einer der Profiteure ist ausgerechnet der US-Computerkonzern Apple - der als wertvollstes Unternehmen der Welt gilt.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, erlaubt das vom US-Kongress in dieser Woche ratifizierte Vorhaben einer Steuerreform Apple die Rückführung von mehr als 250 Milliarden Dollar Bargeldreserven, die bisher im Ausland liegen. Apple müsse durch die neuen Regelungen nicht mehr mit großen Verlusten durch Abgaben an den Staat rechnen, so dass die Gelder fast in vollem Umfang wieder in die USA zurückfließen können.

Apple-Chef Tim Cook hatte vor einiger Zeit den Wunsch geäußert, einen Teil der im Ausland ruhenden Gelder wieder in die USA zurückzubringen. Die Firma müsste auf die insgesamt rund 253,3 Milliarden Dollar, die im Ausland geparkt sind, "nur" eine einmalige Abgabe von 15,5 Prozent zahlen. Apple hat dafür bereits 36,3 Milliarden Dollar zur Seite gelegt, um die Abgabe abzudecken, wonach nur noch knapp drei Milliarden Dollar zusätzlich zu begleichen wären.

Zukünftige Gewinne noch günstiger

Mit dem nach Zahlung der Rückführungssteuer verbleibenden Geld könnte Apple seine rund 97 Milliarden Dollar langfristiger Aussenstände locker begleichen. Durch die neuen Regelungen profitiert man aber auch in anderer Hinsicht. Künftig muss Apple nur noch 21 Prozent Steuern auf seine in den USA erwirtschafteten Einkünfte zahlen, während für Einnahmen aus dem Ausland sogar nur noch 10,5 Prozent Steuern fällig werden - abzüglich bereits im Ausland gezahlter Abgaben.

Letztlich kann das Unternehmen dadurch in vielen Fällen die Einnahmen aus dem Ausland ohne zusätzliche US-Steuern in die USA fließen lassen. Die neuen Regelungen gelten natürlich auch für diverse andere US-Konzerne, also beispielsweise auch für Microsoft. Auch die Redmonder dürften also davon profitieren, wobei Apple als besonders prominentes Beispiel gilt, hatte der Konzern es sich doch lange Jahre zur Aufgabe gemacht, mit aufwendigen Konstrukten rund um diverse Tochterfirmen in Ländern mit niedrigen Steuersätzen möglichst geringe Abgaben (in den USA) zu zahlen. Foxconn, Tim Cook, Apple Foxconn Foxconn, Tim Cook, Apple Foxconn Apple
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