Apple-Chef: Natürlich sind globale Steuer-Regelungen notwendig
Für Apple-Chef Tim Cook steht es überhaupt nicht in Frage, dass das globale System zur Besteuerung von Unternehmen umfassend neugestaltet werden muss. Entsprechenden Vorhaben sprach er seine Unterstützung aus.
Wie auch die anderen international agierenden Mega-Konzerne aus dem Technologie-Bereich, stand Apple in den vergangenen Jahren massiv in der Kritik. Denn auch der Computerkonzern sorgte mit einem geschickten Geflecht an Tochtergesellschaften dafür, dass Gelder intern so verschoben wurden, dass möglichst wenig davon in Form von Steuern abgeführt werden mussten. Es gibt bereits seit einiger Zeit Versuche, das zu ändern - bislang aber mit wenig Erfolg.
Einen neuen Anlauf gibt es derzeit bei der Organization for Economic Cooperation and Development (OECD), einer Organisation, in der die meisten westlichen Industrienationen sowie auch Australien, Neuseeland, Japan und Chile zusammengeschlossen sind. "Ich bin hoffnungsvoll und optimistisch, dass die eine Lösung finden werden", erklärte Cook nun laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters.
Der Apple-Chef führte aus, dass doch ohnehin jedem klar sei, dass sich etwas ändern müsse. "Und ich bin sicherlich die letzte Person, die sagen würde, dass das aktuelle System perfekt ist." Allerdings handle es sich auch um ein sehr komplexes Thema, weil eine internationale Steuer-Regelung natürlich für alle Seiten möglichst fair gestaltet werden soll.
Zumindest will Cook aber die Iren beruhigen: Auch wenn das Land nicht mehr als europäische Steueroase taugt, wolle man dem Land treu bleiben. Hier hatte das Unternehmen schon im Jahr 1980 seine erste europäische Niederlassung und die Verbindung sei nicht zu erschüttern, so Cook. Das dürfte in Irland gut ankommen - immerhin ist Apple mit rund 6000 Beschäftigten einer der größten ausländischen Arbeitgeber.
Siehe auch: "Absurd": Apple stemmt sich mit aller Macht gegen EU-Steuerzahlung
Einen neuen Anlauf gibt es derzeit bei der Organization for Economic Cooperation and Development (OECD), einer Organisation, in der die meisten westlichen Industrienationen sowie auch Australien, Neuseeland, Japan und Chile zusammengeschlossen sind. "Ich bin hoffnungsvoll und optimistisch, dass die eine Lösung finden werden", erklärte Cook nun laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters.
Der Apple-Chef führte aus, dass doch ohnehin jedem klar sei, dass sich etwas ändern müsse. "Und ich bin sicherlich die letzte Person, die sagen würde, dass das aktuelle System perfekt ist." Allerdings handle es sich auch um ein sehr komplexes Thema, weil eine internationale Steuer-Regelung natürlich für alle Seiten möglichst fair gestaltet werden soll.
Bekenntnis zu Irland
Und genau darin liegt das Problem: Die Managements der Konzerne wollen möglichst wenig Steuern zahlen und sind dazu auch im Interesse der Besitzer der Unternehmen angehalten. Staaten mit vielen Nutzern würden es gern sehen, wenn sämtliche Geschäfte mit diesen auch national versteuert würden. Und Länder wie Irland leben davon, mit geringen Steuersätzen überhaupt internationale Konzerne in ihr Land zu locken. Obendrauf kommt noch die Tatsache, dass Steuern selbst in einem Gemeinschaftsprojekt wie der EU weitgehend in der nationalen Hoheit verbleiben, was übergeordnete Regelungen noch einmal erschwert.Zumindest will Cook aber die Iren beruhigen: Auch wenn das Land nicht mehr als europäische Steueroase taugt, wolle man dem Land treu bleiben. Hier hatte das Unternehmen schon im Jahr 1980 seine erste europäische Niederlassung und die Verbindung sei nicht zu erschüttern, so Cook. Das dürfte in Irland gut ankommen - immerhin ist Apple mit rund 6000 Beschäftigten einer der größten ausländischen Arbeitgeber.
Siehe auch: "Absurd": Apple stemmt sich mit aller Macht gegen EU-Steuerzahlung
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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