Richter mit Ohrfeige gegen Uber:
"Kann Anwälten nicht länger trauen"
Google- bzw. Alphabet-Tochter Waymo hat vor einer Weile den Mitfahrdienst Uber verklagt. Man wirft dem Unternehmen vor, in massivem Umfang Betriebsgeheimnisse gestohlen zu haben. Für Uber läuft dieser Streit von Anfang an nicht gut, nun musste man aber den wohl bisher größten Rückschlag einstecken.
Uber wird vorgeworfen, beim Wechsel eines Mitarbeiters von Google massiv Daten gestohlen zu haben. Anthony Levandowski soll bei seinem Abgang Gigabyte-weise Daten zu selbstfahrenden Autos von Waymo kopiert und gestohlen zu haben. Diese sollen dann zur Grundlage der Uber-eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten geworden sein.
Für Uber wird es immer schwerer, die Unschuld zu beweisen. Ganz im Gegenteil: Laut einem Bericht der New York Times ist ein Brief aufgetaucht, in dem detailliert beschrieben wird, wie Uber seine Konkurrenten ausspioniert hat und wie versucht wurde, die Spuren zu verwischen. Infografik: Fast UBERall verfügbar
Die Begründung von Richter Alsup ist zweifellos eine Ohrfeige für den Mitfahrdienst: "Ich kann den Worten der Uber-Anwälte in diesem Fall nicht länger vertrauen." Selbst wenn nur die Hälfte des Briefes wahr sei, wäre es ungerecht gegenüber Waymo, in eine Verhandlung zu gehen, so der Richter.
Im Mittelpunkt der neuesten Vorwürfe gegen Uber steht ein ehemaliger Mitarbeiter namens Richard Jacobs, dieser hatte eine Zeit lang die Rolle eines Geheimdienstchefs bei Uber. Und seine gesammelten Einblicke werfen ein alles andere als gutes Bild auf die Geschäftspraktiken von Uber, das Unternehmen hat wohl gezielt Konkurrenten ausgespäht
Für Uber wird es immer schwerer, die Unschuld zu beweisen. Ganz im Gegenteil: Laut einem Bericht der New York Times ist ein Brief aufgetaucht, in dem detailliert beschrieben wird, wie Uber seine Konkurrenten ausspioniert hat und wie versucht wurde, die Spuren zu verwischen. Infografik: Fast UBERall verfügbar
Kein Vertrauen mehr
Das Schreiben wurde dem Gericht einen Tag vor der Auswahl der Geschworenenjury vorgelegt. Bundesrichter William Alsup entschied sich zu einem für Uber denkbar ungünstigen Vorgehen: Er unterbrach den Prozess und warf den Uber-Anwälten vor, Beweismittel zu unterdrücken. Die Verhandlung bleibt so lange pausiert, bis Waymo genügend Informationen dazu zusammentragen konnte.Die Begründung von Richter Alsup ist zweifellos eine Ohrfeige für den Mitfahrdienst: "Ich kann den Worten der Uber-Anwälte in diesem Fall nicht länger vertrauen." Selbst wenn nur die Hälfte des Briefes wahr sei, wäre es ungerecht gegenüber Waymo, in eine Verhandlung zu gehen, so der Richter.
Im Mittelpunkt der neuesten Vorwürfe gegen Uber steht ein ehemaliger Mitarbeiter namens Richard Jacobs, dieser hatte eine Zeit lang die Rolle eines Geheimdienstchefs bei Uber. Und seine gesammelten Einblicke werfen ein alles andere als gutes Bild auf die Geschäftspraktiken von Uber, das Unternehmen hat wohl gezielt Konkurrenten ausgespäht
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