Richtig schnelle Computer gibt es jetzt nur noch mit Linux
Wenn es um Berechnungen geht, für die enorme Leistungen benötigt werden, kommt heute niemand mehr an Linux-Software vorbei. Im High Performance Computing ist inzwischen quasi kein anderes Betriebssystem mehr zu finden - zumindest, wenn man sich die aktuellste Liste der 500 schnellsten Supercomputer der Welt anschaut.
Als das Ranking im Juni zum letzten Mal herausgegeben wurde, waren es zumindest noch zwei chinesische Systeme, auf denen eine Alternative zu Linux zum Einsatz kam: Hier gab es noch zwei nicht mehr ganz taufrische Rechner mit IBMs POWER-Prozessoren, auf denen AIX, das hauseigene Unix-Derivat des Technologiekonzerns zum Einsatz kam. Diese sind aus der in dieser Woche vorgestellten neuen Top 500-Liste aber verschwunden.
Die Entwicklung ist schon beachtlich. Als im Jahr 1993 die erste Top 500-Liste zusammengestellt wurde, war Linux noch nicht mehr als ein Spielzeug einiger idealistischer Entwickler aus der Szene für freie Software. Zu dieser Zeit gab es noch nicht einmal den Pinguin Tux, der zum Maskottchen des Betriebssystems werden sollte. Doch schon kurz darauf begann eine ziemlich rasante Entwicklung.
In der Top 500-Liste tauchte Linux zum ersten Mal im Jahr 1998 auf. Bis dahin war Unix das am häufigsten eingesetzte Betriebssystem auf Supercomputern. Und vier Jahre nach dem Jahrtausendwechsel hatte das freie System die führende Rolle auf den schnellsten Rechnern der Welt übernommen.
Die Entwicklung ist schon beachtlich. Als im Jahr 1993 die erste Top 500-Liste zusammengestellt wurde, war Linux noch nicht mehr als ein Spielzeug einiger idealistischer Entwickler aus der Szene für freie Software. Zu dieser Zeit gab es noch nicht einmal den Pinguin Tux, der zum Maskottchen des Betriebssystems werden sollte. Doch schon kurz darauf begann eine ziemlich rasante Entwicklung.
Preisrutsch durch Cluster
Ein gutes halbes Jahr später benötigte man am Goddard Space Flight Center einen leistungsfähigen Rechner, konnte sich aber aufgrund der nach dem Kalten Krieg arg zusammengekürzten Budgets einfach keinen teuren Mainframe leisten. Daraufhin bastelte man sich einen eigenen Supercomputer namens Beowulf. Dabei griff man auf eine Cluster-Architektur zurück, bei der Intel-486-Maschinen mit Ethernet-Verbindungen zusammengeflanscht wurden. Diese Architektur wurde schnell zum Standard im Supercomputing und Linux war aufgrund seiner Flexibilität und Anpassbarkeit des Quellcodes auch zügig das Betriebssystem der Wahl.In der Top 500-Liste tauchte Linux zum ersten Mal im Jahr 1998 auf. Bis dahin war Unix das am häufigsten eingesetzte Betriebssystem auf Supercomputern. Und vier Jahre nach dem Jahrtausendwechsel hatte das freie System die führende Rolle auf den schnellsten Rechnern der Welt übernommen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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