Das wars dann: Die Ära der Captchas ist dank KIs endgültig vorbei
Die Ära des Captchas ist endgültig vorüber. Das Verfahren, mit dem menschliche Nutzer sich von Bots unterscheiden sollten, ist komplett hinfällig geworden, da sie schlicht nicht mehr viel besser darin sind, die kryptischen Texte besser abzutippen.
Wieder einmal - das dürfte niemanden mehr wundern - haben die neuen KI-Algorithmen zugeschlagen. Gemäß einer Forschungsarbeit, die jetzt im renommierten Science-Journal veröffentlicht wurde, konnte ein selbstlernender Algorithmus ziemlich gut auf die Lösung von Captchas trainiert werden.
Der KI ist es demnach möglich, die Abfragen in Tests mit einer Quote von bis zu 66,6 Prozent zu überwinden. Menschliche Testpersonen schaffen im Vergleich zwar einen noch wesentlich besseren Wert von 87 Prozent, doch macht der Vorsprung in der Praxis im Grunde wenig aus. Ein Captcha-System gilt bereits als geknackt, wenn es einem Bot gelingt, die Abfragen mit einer Quote von über einem Prozent zu lösen.
Wenn die Maschine hingegen sogar in zwei von drei Versuchen erfolgreich ist, kann man sich als Betreiber eines Dienstes die Zwischenschaltung eines Captchas auch gleich komplett sparen. Denn man kann den Bot schlicht nicht effektiv draußenhalten und sorgt im Gegenteil sogar eher noch dafür, dass Nutzer verprellt werden, weil sie keine Lust haben, die teilweise schwierig zu lesenden Captcha-Texte zu entziffern und abzutippen.
Das KI-Verfahren wurde dabei auf eine ganze Reihe verschiedener Captcha-Systeme losgelassen. Die 66,6-Prozent-Quote wurde bei reCaptcha, dem von Google angebotenen und verbreitetsten System, erreicht. Bei anderen Verfahren lagen die Werte ein wenig niedriger: Bei BotDetect war die KI zu 64,4 Prozent erfolgreich, beim Yahoo-System zu 57,4 Prozent und bei PayPal zu 57,1 Prozent.
Der KI ist es demnach möglich, die Abfragen in Tests mit einer Quote von bis zu 66,6 Prozent zu überwinden. Menschliche Testpersonen schaffen im Vergleich zwar einen noch wesentlich besseren Wert von 87 Prozent, doch macht der Vorsprung in der Praxis im Grunde wenig aus. Ein Captcha-System gilt bereits als geknackt, wenn es einem Bot gelingt, die Abfragen mit einer Quote von über einem Prozent zu lösen.
Eher verprellt man Nutzer
Das ist auch nicht verwunderlich - immerhin sollen Captchas ja Bots davon abhalten, bei Online-Diensten größere Mengen von Fake-Accounts zu erstellen oder Inhalte automatisiert herunterzuladen. Und bei der Geschwindigkeit und Geduld, mit der ein Skript seine Aufgabe abarbeiten kann, ist die Quote von einem Prozent bereits großzügig bemessen. Wenn bei hundert Fehlversuchen nur einer durchkommt, ist das in den meisten Fällen völlig akzeptabel.Wenn die Maschine hingegen sogar in zwei von drei Versuchen erfolgreich ist, kann man sich als Betreiber eines Dienstes die Zwischenschaltung eines Captchas auch gleich komplett sparen. Denn man kann den Bot schlicht nicht effektiv draußenhalten und sorgt im Gegenteil sogar eher noch dafür, dass Nutzer verprellt werden, weil sie keine Lust haben, die teilweise schwierig zu lesenden Captcha-Texte zu entziffern und abzutippen.
Das KI-Verfahren wurde dabei auf eine ganze Reihe verschiedener Captcha-Systeme losgelassen. Die 66,6-Prozent-Quote wurde bei reCaptcha, dem von Google angebotenen und verbreitetsten System, erreicht. Bei anderen Verfahren lagen die Werte ein wenig niedriger: Bei BotDetect war die KI zu 64,4 Prozent erfolgreich, beim Yahoo-System zu 57,4 Prozent und bei PayPal zu 57,1 Prozent.
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Christian Kahle
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