Musk erneut düpiert: Ex-Mitarbeiter hält Optimus für völlig ungeeignet

Tesla-Chef Elon Musk will mit seinem humanoiden Roboter Optimus die Arbeit in Fabriken revolutionieren. Doch der ehemalige Ent­wick­lungs­leiter des Pro­jekts widerspricht. Optimus sei für Industrie­arbeit völlig ungeeignet. Das Design sei "hyper-suboptimal".
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Tesla

Optimus ist nicht optimal

Elon Musk sieht in seinem humanoiden Roboter Optimus eines der wichtigsten Zukunftsprojekte von Tesla und erwartet, dass dieser das Unternehmen durch seine Arbeit in den Fabriken des Autobauers 43-mal wertvoller macht. Doch wie viele der Projekte des Milliardärs verzögert sich auch Optimus immer wieder. Zuletzt zeigte Tesla in einem Video auf X jedoch beeindruckende Fortschritte des Roboters. Musk prognostiziert, dass Optimus bald in tausendfacher Ausführung in Teslas Werken stehen und die Arbeit dort revolutionieren wird. Doch nun meldet sich ein wichtiger ehemaliger Mitarbeiter mit starken Zweifeln zu Wort.

Chris Walti, der frühere Entwicklungsleiter des Optimus-Projekts, hält die menschenähnliche Form des Roboters für industrielle Anwendungen für völlig ungeeignet. Wie Business Insider berichtet, argumentiert Walti: "Es ist kein nützlicher Formfaktor. Die meisten Arbeiten, die in der Industrie erledigt werden müssen, sind hochgradig repetitive Aufgaben, bei denen Geschwindigkeit entscheidend ist."


Der Experte, der das Entwicklungsteam für Optimus aufbaute, erklärt weiter, dass Menschen "sich entwickelt haben, um Wölfen und Bären zu entkommen. Wir wurden nicht dafür konzipiert, immer wieder die gleichen Aufgaben auszuführen. Warum sollte man also ein hyper-suboptimales System, das wirklich nicht für repetitive Aufgaben konzipiert ist, repetitive Aufgaben ausführen lassen?"

Erneuter Gegenwind für Musk

Walti ist innerhalb kurzer Zeit damit bereits der zweite (Ex-)Tesla-Mitarbeiter, der Musks optimistischen Prognosen widerspricht. So hatte Ashok Elluswamy, der bei Tesla für künstliche Intelligenz und selbstfahrende Systeme verantwortlich ist, erst in jüngster Vergangenheit eingeräumt, dass Tesla beim Thema Full Self Driving Jahre hinter der Konkurrenz zurückliegt. Musk selbst hatte schon vor Jahren behauptet, völlig autonom fahrende Autos von Tesla stünden unmittelbar vor ihrer breiten Markteinführung.

Konkurrenz schon weiter

Was Optimus angeht, ist Walti nicht der erste, der Zweifel äußert. Andere Fachleute weisen ebenfalls darauf hin, dass spezialisierte Industrieroboter bei repetitiven Aufgaben deutlich effizienter sind als humanoide Modelle. Die menschenähnliche Form bietet in Fabrikumgebungen kaum Vorteile, verursacht aber erhebliche technische Herausforderungen.

Tesla war zudem nicht das erste Unternehmen, das an einem humanoiden Roboter arbeitete, und nach verfügbaren Erkenntnissen ist man auch nicht am weitesten fortgeschritten. Firmen wie Boston Dynamics arbeiten seit Jahrzehnten an der Entwicklung zweibeiniger Roboter und können beeindruckende Erfolge vorweisen.

Aktuell kämpft Tesla zudem mit Problemen bei der Produktion von Optimus. Diese wurde durch chinesische Exportbeschränkungen für seltene Erden beeinträchtigt. Dennoch plant Tesla, noch in diesem Jahr 10.000 Optimus-Roboter zu bauen.

Was haltet ihr von der Kritik des Ex-Entwicklers? Ist die menschenähnliche Form wirklich ungeeignet für Fabrikarbeit oder könnte Musk mit seiner Vision doch recht behalten? Teilt eure Einschätzungen gerne in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Ehemaliger Entwicklungsleiter widerspricht Musks Vision des Optimus-Roboters
  • Laut Chris Walti ist die menschenähnliche Form für Industriearbeit ungeeignet
  • Der Mensch sei evolutionär nicht für repetitive Aufgaben optimiert worden
  • Spezialisierte Industrieroboter arbeiten bei wiederholenden Aufgaben effizienter
  • Tesla kämpft mit Produktionsproblemen durch chinesische Exportbeschränkungen
  • Musk plant dennoch den Bau von 10.000 Optimus-Robotern noch in diesem Jahr
  • Starke Konkurrenz durch Firmen wie Boston Dynamics

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