Kommentatoren loben Machtwechsel bei Microsoft

Microsoft, Gebäude, Headquarter Bildquelle: Microsoft
Die Rücktrittsankündigung von Microsoft-Chef Steve Ballmer ist in Kommentaren der internationalen Medienlandschaft einhellig begrüßt worden. "Microsofts verlorenes Jahrzehnt" titelte etwa Vanity Fair, der Machtwechsel in Redmond sei verspätet.
In einer ausführlichen Analyse verweist Vanity Fair etwa darauf, dass zuletzt allein die mit dem iPhone gemachten Umsätze die der Microsoft Corporation übertroffen hätten. Redmond habe sich zu einem bürokratischen Unternehmen entwickelt, in dem innovative Ideen sich nur noch selten entfalten konnten, so das Magazin.

Die FAZ beschreibt Ballmer als "Kreuzung aus einem Fußballtrainer und einem Fernsehprediger". Ihm sei es aber damit nicht gelungen, "im Zentrum technologischer Revolutionen zu stehen". Schneidig bilanziert die Tageszeitung: "Dabei wollte Ballmer die Welt verändern - geschafft hat er es aber allein, die Microsoft-Investoren zu frustrieren."

The Atlantic kommentierte: "Die Computer-Welt hat sich geändert, Microsoft aber nicht." In einer Infografik zeigt das Blatt, wie der Aktienkurs von Microsoft in der Ära Ballmer zunächst abstürzte und dann über 13 Jahre auf mäßigen Niveau verharrte. Windows bringt immer weniger Umsatz, Android und Apple machen im Markt für Betriebssysteme mächtige Konkurrenz, wird aus weiteren Schaubildern deutlich. Kurzum: "Microsoft war groß - und dann wurden die Computer klein."

The New Yorker bemerkt bissig: "Betrachtet man die Menge seiner Firmenanteile, dürfte es fast niemanden geben, der sich für Microsoft einen besseren CEO wünschten sollte als Ballmer selbst." Ballmer haben jeden wichtigen Trend in der Branche verpasst, von Smartphones und Tablet-PCs über soziale Netzwerke bis hin zu Chancen in Asien und anderswo.

Nicht wenige Kommentatoren erinnert an die Einschätzung des Wirtschaftsmagazins Forbes, welches Ballmer schon 2012 als schlechtesten CEO in den USA bezeichnete und seine Ablösung nahelegte. An der will sich der 57-Jährige im Rahmen eines Findungskomitees nun selbst beteiligen.

Die Gerüchteküche brodelt bereits - bis zu einem Jahr will sich Redmond mit der Entscheidung Zeit lassen. Liest man die Kommentare, scheint aber naheliegend, dass der Machtwechsel bei Microsoft sehr viel schneller vonstatten gehen sollte und im Grunde auch eine Persönlichkeit von außerhalb benötigt. Microsoft, Gebäude, Headquarter Microsoft, Gebäude, Headquarter Microsoft
Mehr zum Thema: Microsoft Corporation
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