Android: Malware-Aktivität rückläufig aber noch hoch

Google, Android, Malware, Schadsoftware Bildquelle: Public Domain
Die Menge der neuen Malware für Android-Systeme hat im dritten Quartal nicht mehr so rasant zugenommen wie in den Monaten zuvor. Trotzdem hat man bei der Security-Firma Kaspersky immer noch rund 9.000 neue Schädlinge entdeckt.
Das sind zwar 5.000 weniger als im vorhergehenden Jahresviertel, aber immer noch 3.500 mehr als im ersten Quartal 2012. Bemerkenswert dabei ist, dass zwei bestimmte Versionen von Android besonders stark unter Beschuss standen: Auf Gingerbread (2.3.6) entfielen 28 Prozent und auf Ice Cream Sandwich (4.0.4) 22 Prozent der von Kaspersky registrierten Angriffsversuche.

"Obwohl Gingerbread bereits im September 2011 auf den Markt kam, ist es bei mobilen Anwendern auch heute noch sehr beliebt. Das lockt auch Cyberkriminelle an", erklärte Yuri Namestnikov, Senior Malware Analyst bei Kaspersky. "Ice Cream Sandwich ist bei Nutzern und daher auch bei Cyberkriminellen sehr populär, weil es als neueres mobiles Betriebssystem besser für Online-Aktivitäten geeignet ist. Leider landen viele Anwender beim mobilen Surfen am Ende dann auf infizierten Webseiten."

Ein Blick auf die Schadprogrammarten zeigt, dass mit 57 Prozent mehr als die Hälfte aller mobilen Schädlinge SMS-Trojaner sind. Diese versenden über die infizierten Smartphones SMS-Nachrichten an kostenpflichtige Premium-Nummern. Allzu oft bemerken die Besitzer das erst, wenn sie am Monatsende auf die Telefonrechnung schauen. Auf Platz zwei mit 22 Prozent liegen Trojaner, über die Cyberkriminelle beispielsweise sensible Daten abgreifen.

Von allen mobilen Schädlingsfamilien war OpFake im dritten Quartal am weitesten verbreitet. Das entspricht mehr als 38 Prozent aller entdeckten Schadprogramme für Android. Die Vertreter dieser Familie tarnen sich als der mobile Browser Opera Mini.

Jedes fünfte Android-Schadprogramm gehört weiterhin zur sogenannten Plangton-Familie. Dabei handelt es sich um multifunktional einsetzbare Trojaner, die nach der Installation Informationen sammeln und diese dann an die Steuerungsserver der Cyberkriminellen schicken beziehungsweise auf bestimmte Befehle der Server warten. Platz drei belegt die Malware-Gruppe FakeInst mit 17 Prozent aller Android-Schadprogramme im dritten Quartal. Die FakeInst-Vertreter geben sich als Installationsdateien populärer Programme aus. Sowohl Plangton als auch FakeInst werden über alternative App-Stores verbreitet. Google, Android, Malware, Schadsoftware Google, Android, Malware, Schadsoftware Public Domain
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