Nokia-Chef will halbe Konzernspitze rauswerfen

Wirtschaft & Firmen An der Konzernspitze des finnischen Handyherstellers Nokia könnte das Personalkarussell bald in Gang kommen. Fast die Hälfte der Manager wird voraussichtlich entlassen. Das berichtete die 'Wirtschaftswoche' unter Berufung auf Konzernkreise. Demnach plant Unternehmens-Chef Stephen Elop die Neubesetzung einer ganzen Reihe von Posten. Vor allem die Vertrauten von Elops Vorgängern Jorma Ollila und Olli-Pekka Kallasvuo sollen auf der Abschussliste stehen.

Dem Vernehmen nach müssen sich unter anderem Kai Öistämö, der die Entwicklungsabteilung leitet, Tero Ojanperä, der für das Services- und Mobile-Geschäft zuständig ist, die Leiterin der Handy-Produktion Mary MacDowell und Niklas Savander, dem die Fertigung und Logistik untersteht, bald einen neuen Job suchen.

Die frei werdenden Stellen will Elop mit Managern besetzen, die Erfahrungen in international aufgestellten Konzernen und im Software-Bereich haben. Weltweit seien derzeit Headhunter auf der Suche nach passenden Kandidaten.

Elop will mit einem solch radikalen Schritt endlich die Probleme des Unternehmens in den Griff bekommen. Nokia ist zwar noch immer Marktführer, allerdings profitiert der Konzern hier eher von der Vergangenheit. Die Marktanteile schrumpfen seit einiger Zeit immer weiter zusammen und gerade in boomenden Bereichen wie etwa bei Smartphones konnte Nokia lange keine eigenen Impulse mehr setzen.
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