ProSiebenSat.1 plant Umstieg auf Bezahlfernsehen

TV & Streaming Der von Schulden geplagte Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 will sich zukünftig nicht mehr auf den Verkauf von Werbezeiten verlassen und plant deshalb auf langfristige Sicht Nutzungsgebühren für die Zuschauer von Pro Sieben, Sat 1 und Kabel 1.

Der Vorstandsvorsitzende Thomas Ebeling erklärte gegenüber dem 'Handelsblatt', dass man unabhängiger vom Werbemarkt werden müsse. In vielen kleinen Schritten will man die Zuschauer dazu bewegen, Gebühren für den Empfang der Sender zu zahlen. "Für die Zukunftsfähigkeit des Konzerns ist es enorm wichtig, dass wir Beziehungen zu den Endkunden aufbauen, etwa über Pay-TV, Video-on-Demand oder andere Geschäftsmodelle."


Das selbstgesteckte Ziel lautet, dass man bis 2014 30 Prozent der Einnahmen außerhalb der Werbung erzielen will. Im letzten Jahr machte ProSiebenSat.1 einen Umsatz von 3,1 Milliarden Euro, musste aber einen Verlust von 129 Millionen Euro hinnehmen. "Wachstum kann heute nicht mehr aus dem Werbemarkt alleine kommen. Alle Erlösströme inklusive Endkunden-Abo und Einmalzahlungen müssen erschlossen werden", erklärte Niko Steinkrauß, Medienexperte der Unternehmensberatung Booz.

Um die bislang frei empfangbaren Sender für die Zuschauer attraktiver zu gestalten, will man neue Geschäftsbereiche erschließen. Dazu soll unter anderem eine eigene Fernsehproduktion aufgebaut werden. Ein Exklusivvertrag mit dem Fernsehproduzenten Dick de Rijk besitzt man bereits. Er war früher für Endemol tätig und erfand unter anderem das erfolgreiche Format "Deal or no Deal".
Diese Nachricht empfehlen:
 
*ROFL*
 
[re:1] Memfis am 28.10.09 13:06 Uhr
(+11
@localghost: Das schöne an meiner Sat-TV-Karte ist, dass ich zwischen Schüssel und Karte nichts dazwischen schalten kann. Das heißt selbst wenn ich wollte, könnte ich nicht bezahlen, aber ich will das ja auch gar nicht. Im Zweifel geht es auch ohne TV. Internet und Onlinespiele sind mir eh wichtiger. Ist zwar ganz nett, nebenbei den Fernseher laufen zu haben und gerade Pro7 zeigt am WE nachts mal gute Filme mit wenig Werbung, aber es ist jetzt nicht so, dass ich das zwingend brauchen würde. Achja: Ich werde mir ganz sicher keine neue Ausstattung kaufen. Investiere mein Geld lieber sinnvoller.
 
@Memfis: super
 
@localghost: Was soll der Sch..ß? Die verdienen sich jetzt schon eine goldene Nase! Durch Werbung und Börse. Und wenn sie Verluste einfahren, dann ist nicht der Bürger schuld! Das müssen sie selbst ausbaden und nicht einfach mal schnell alles verschlüsseln. Jetzt soll ich das ganze auch noch mal finanzieren weil die den Hals nicht voll bekommen? Bittorrent und Co. werden sich dann erst recht freuen!!! Die zwingen ja dann die Leute erst recht zum Straftäter zu werden! Besonders bei denen, wo das Geld sowieso schon knapp ist. Rechen wir mal: GEZ, Kabelanschluss,INet und nun noch Pay-TV/Video-on-Demand. 100 Euro und mehr im Monat? Wer soll das noch zahlen? Zumal wenn sowieso nur 3-4Stunden der TV läuft, wenn man am arbeiten ist. Frechheit ist das und sollte uns ganz schnell die Barrikaden stürmen lassen. Halsabscheider! Freies recht auf Informationen ist das schon lange nicht mehr!
 
@SpiritOfMatrix: ähm, Zitat "Im letzten Jahr machte ProSiebenSat.1 einen Umsatz von 3,1 Milliarden Euro, musste aber einen Verlust von 129 Millionen Euro hinnehmen" - wo bleibt da die goldene Nase?


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen

Schreiben Sie uns Ihre Meinung, bewerten Sie Kommentare oder diskutieren Sie mit anderen WinFuture.de Lesern!

Melden Sie sich jetzt kostenlos an
oder verwenden Sie Ihren bestehenden Zugang.

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

Community

  • Neue Kommentare
  • Neue Mitglieder

WinFuture wird gehostet von Artfiles

MSDN Online

News zu Windows

Community-Ticker 16.01.2012