Jetzt ist Schluss: RIPE hat letzten kleinen IPv4-Adressblock vergeben

Am gestrigen Nachmittag war es endgültig soweit: Die Adressverwaltung Réseaux IP Européens (RIPE) hat den letzten kleinen Block von IPv4-Adressen, die für den europäischen Raum reserviert waren, vergeben. Neue sind damit nicht mehr zu haben. mehr... Internet, Netzwerk, Kabel, Ethernet Bildquelle: DeclanTM / Flickr Internet, Netzwerk, Kabel, Ethernet Internet, Netzwerk, Kabel, Ethernet DeclanTM / Flickr

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Hier hätte man von Anfang an drauf achten müssen, das keine Block-A Adressen an eine einzelne Firma vergeben werden. Dann hätte man noch immer genügend freie IP Adressen. Aber damals wusste keiner dass das INet mal so wichtig werden würde.
 
@skyjagger: Oder man steigt jetzt auf die neue Technik um die eine quasi nie aufbrauchbare Zahl an IP Adressen hat.
Für mich wie der Wechsel von Micro-USB auf USB-C. Kann alles besser und schneller. Aber bis alle umgestiegen sind dauert es.
 
@Anduko: USB-C ist zu ungenau, denn das beschreibt ausschließlich die Steckerform und die allein sagt genau NICHTS über Geschwindigkeit und Ladestromstärke des konkreten Anschlusses aus. Wie du schon sagt, es KANN besser und schneller, aber in der Praxis sparen sich viele Hersteller die paar Cent und spielen Buzzword-Bingo. Wir haben USB C - YEAH!

Diverse Smartphonehersteller verbauen zwar USB-C statt MicroUSB, aber teils mit Datenraten von USB 2.0, also vorvorvorletzte USB-Generation. Grottenlahm, bestenfalls (!) kann man damit etwas schneller aufladen.
 
@Drachen: Wobei USB-C schon alleine als Steckerformat mMn zweifelsfrei signifikante Vorteile gegenüber Micro-USB bietet, so dass USB-C mit USB 2 Specs eine ganz passable Sache darstellt:)
 
@Iyon: Einverstanden. Verdrehsicher und so. Aber wenn die Hersteller dann trotzdem steinzeitliche Technik für Datenübertragung (USB 2 finde ich nur noch für für Mäuse und Tastaturen passabel) und Ladeströme packen, bleibt von den Vorteilen kaum etwas übrig :-/
 
@Drachen: Das ist natürlich subjektiv, aber der robustere und verdrehsichere Stecker ist für mich in meinem Alltag die wichtigste Innovation. Handys werden eh mit QC schnellgeladen und nicht mit PD, was auch mit USB 2 geht.
 
@Drachen: wer überträgt auch heute noch Daten (vom Handy) via USB?

das wichtigste an USB-C ist für die Meisten die Verdrehmöglichkeit... selbst die Ladegeschwindigkeit macht keinen 2-Stelligen Prozentsatz heiß
 
@bear7: Alle Leute, die den PC oder Lappi ohnehin daneben stehen, haben und mal eben schnell "geknipste" Bilder nicht erst Google schicken wollen, um sie auf den PC oder in's NAS zu bekommen :)
Wenn ich z.B. auf Arbeit die Bezeichnung einer Netzwerkdose brauche und nicht erst Möbel räumen oder unter Tische krabbeln will, zücke ich das Smartphone ... und egal was ich hinterher mit dem Bild mache, auf den PC kommt es stets per Kabel und nie per *wasweißich*
 
@Drachen: naja... ich kenne nur 2 arten von Leuten (aber mit dir kam nun gerade eine 3. dazu)
1. diejenigen die KEIN NAS haben
2. diejenigen welche auch ein NAS so einrichten können, dass es auch ohne "über Google" die Bilder Synchronisiert (z.B. wenn das Smartphone im WLAN ist)
und jetzt halt noch du :P

> der einzige Fall, wo eine USB-Verbindung "Nützlich sein könnte" wäre ein Smartphone mit ab 40GB an Daten ein Backup zu erstellen oder dieses zurück zu spielen ^^ (aber sogar das mach ich mittlerweile via WLAN <- Nachts)

Mir wäre es zu blöd,... alleine USB-Kabel zu suchen :P
 
Jetzt müssen die Hersteller es nur noch schaffen das wir mit IPv6 auch alles tun können was wir von IPv4 gewohnt sind.
VPN, Remotezugriff, Smart Home Lösungen... Überall gibt es Probleme wenn man nicht einfach einen Port freigeben kann oder sich die "Cloud" um alles kümmert.
 
@crazyus: Meistens aber deswegen, weil die Provider Dual Stack Lite oder ähnliches nutzen.

Wenn man IPV6 so nutzt wie vorgesehen, sollte das alles gehen - denn da sollte ja jeder Privatnutzer mit dem Anschluss gleich einen Block bekommen von z.B. 10 Adressen, um somit jedem Gerät eine eigene zu geben, so dass NAT nicht mehr nötig ist.

Habe ich zumindest mal gelesen.
 
@pcfan: Also für gewöhnlich bekommt man als Endkunde einen /64-Block, also Schlappe 2^64 Adressen.
Mit 10 kommst du mit deinem Laptop, Handy, Tablet, Fernseher, Kaffeemaschine und Lampen schnell in die Bredouille.
 
@FensterPinguin: Ok, dann sinds par mehr, als ich dachte.

Zumindest hat dann jeder seine 18.446.744.073.709.551.616 IP Adressen im Heimnetz. Das sollte ne Weile reichen, bis man so viele Geräte im WLAN hat ;)

Selbst wenn man ne Handvoll abzieht für Broadcast und andere Sachen.

Ich habe bei Unitymedia schon IPv6, aber habe noch gar nicht geprüft, ob ich da so einen Block habe. Mein Heimnetz selber rennt ja eigentlich noch auf IPv4. Vermutlich habe ich kein "echtes" IPv6
 
@FensterPinguin: Lampen ohne IP Adresse gehen mal gar nicht !
 
@Niketas: und natürlich eine öffentliche!
 
@pcfan: Das liegt aber nicht an IPv6 sondern am fehlenden IPv4. Ich zitier mal:

"Das kennzeichnende Merkmal von Dual Stack Lite ist, dass der Provider über kein IPv4-, sondern nur über ein IPv6-Netz verfügt. Darin bekommt jeder Teilnehmer einen globalen IPv6-Präfix zugeteilt. Um auch IPv4-Datenverkehr übertragen zu können, wird der ausgehende IPv4-Pakete im Endkunden-Router mit einer privaten IPv4-Adresse versehen und über einen 4in6-Tunnel ins öffentliche IPv4-Netz getunnelt. Dabei erhält jedes IPv4-Paket einen neuen IPv6-Header. Zwischen dem privaten Provider-Netz und dem öffentlichen IPv4-Netz vermittelt Carrier-Grade-NAT (CG-NAT). Der dafür zuständige NAT-Server steht beim Provider und kümmert sich um die Adressübersetzung zwischen den privaten und öffentlichen IPv4-Adressen und reicht die Pakete anschließend ins öffentliche IPv4-Netz weiter."
 
@crazyus: Ports weiterleiten braucht doch wirklich kein Mensch mehr. Mit v6 hat jeder Rechner eine öffentliche IP und du stellst einfach in deiner Firewall (also meist im Router) ein, dass ein Gerät erreichbar sein soll (ggf. beschränkt auf einzelne Posts) und fertig. NAT und solcher Kram ist eh nur ein Pflaster für das Problem der wenigen IPv4-Adressen.
 
@FensterPinguin: Du wirfst hier NAT und Portforwarding in einen Top, was nicht richtig ist.

Portforwarding: Normalerweise sollte eine Firewall keinen eigehenden Traffic erlauben, ohne das eine Verbindung aufgebaut wird. Mit Portforwarding (= "Port weiterleiten") reißt du quasi ein Loch rein und erlaubst auch Verbindungsaufbau von außen ohne vorherige Kommunikation

NAT: NAT bezeichnet nur das übersetzen von IP Adressen in ein anderes Netz. Meißtens genutzt um von interen IPv4 auf öffentliche IPv4 Adressen zu übersetzen. Aber NAT braucht man auch beispielsweise auch wenn man 2 Standorte per VPN verbindet, die jeweils irgendwo ein gleiches Netz haben. Beispiel: Firma wird aufgekauft und bei beiden besteht ein 10.10.10.0/24 Netz. NAT sollte/könnte auch mit IPv6 weiter betrieben werden, z.B. wenn man intern auf FE80:: oder FC:: Adressen setz, da diese nicht ins Internet geroutet werden.
 
@MrKlein: Mir ist der Unterschied zwischen NAT und Forwarding schon klar. Allerdings sprachst du offenbar von Heiminstallation (oder kleinen Firmen), nicht von Backbones. Und in Heimroutern wird das tatsächlich unter Protforwardning verstanden: QuellIP:Port -> ZielIP:Port. Also wird hier gerne der Port und/oder die ZielIP verändert.
 
@FensterPinguin:
Das man mit IPv6 keine Ports Freischalten muss ist mir schon klar, aber die meisten Programme sind nunmal dafür ausgelegt.
Beispiel VPN zwischen zwei Fritzboxen oder diverse Smart Home Steuerungen.
 
Solange die Provider nich wirklich aus dem Quark kommen uns Nativ IPv6 unterstützen wird das in der Breite sowieso nichts. Genug Zeit hatten die ja.
 
Ganz ruhig bleiben, sie arbeiten ja an IPv6. Es kann doch wirklich keiner erwarten, dass ein so neuer Standard nach nur 21 Jahren schon genutzt wird. Also bitte.

Vorsicht: Dieser Kommentar kann Spuren von Sarkasmus enthalten.
 
@FensterPinguin: Die tatsache das IPv6 ist nocht nicht so weit verbreitet wie zur erwarten ist einfach: die Leute versetehen IPv4 und Sie verstehen IPv6 nicht, weil, um es zur verstehen mehr Hirnarbeit braucht. Alles was mehr Hirnarbeit braucht ist in IT schlecht.
 
@Synapsis: Eigentlich ist IPv6 nicht mehr Hirnarbeit als IPv4, außer dass die Adressen länger sind und damit nicht mehr im Kopf bleiben. Der eigentliche Grund wird wohl eher daran liegen, dass Netzbetreiber nichts ungerner tun als die grundlegenden Protokolle zu wechseln, weil das mit Arbeit und Abstimmung zu den nächsten AS verbunden ist.
 
@FensterPinguin: Solange es günstiger ist auf IPv4 zu bleiben als alles auf IPv6 umzurüsten, wird sich kein Anbieter rühren. Zudem läuft ja derzeit alles mit IPv4, von daher ist aus Anbietersicht kein Handeln erforderlich.
 
@FensterPinguin: Ganz so einfach ist es nicht. Es sind Buchstaben hinzu gekommen, man will wissen wie man diese "rechnet", im Browser schriebt man die IP als solche in eckige Klammern, man trennt sie mit einem oder doppelten doppelpunkt, man will wissen wie sie korrekt gekürzt werden... also nein, ipv6 ist schon deutlich unbequemer.
 
@kkp2321: Dafür kannst du jede Zahl nehmen, und musst nicht aufpassen, weil 123.123.456.456 keine gültige IP ist. Rechnen ist wieder viel einfacher geworden, weil die Netze sauber an den Blöcken (hier getrennt durch Doppelpunkte) getrennt sind. Das ist bei IPv4 bei weitem nicht mehr der Fall, da hast du oft ein Netz von 192.168.0.0 bis 192.168.0.63 und 192.168.0.64 bis 192.168.0.127 (um ein Beispiel zu nehmen - ist mit nicht privaten IPs tatsächlich eher die Regel).
Und im Browser tippt man i.A. ja höchstens die IP vom Heimrouter ein, alles andere macht das DNS, entweder ordentlich eingerichtet oder (wie bei der fritzBox) autokonfiguriert, auch im LAN.
 
lol...äh wie lange gibt es IPv6 nun schon? 20 Jahre? ^^ mir war irgendwie so ....
ja ja IPv6 ist ja Neuland…. Mensch dann gebt doch einfach zu dass das viel zu kompliziert ist und man halt gern auf bewährtes vertraut…
 
Das ist ja das schöne hier auf WF. Winfuture liefert seinen Content über IPv4, und die Werbung kommt hochmodern per IPv6 :-)
 
Wenn man Adrssen hat, wieso nicht nutzen. Ich finde NAT auch ziemlich toll. Würden die Clouddinste NATen hätten wir wahrscheinlich sehr viel weniger Datenlecks.
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