Threema startet verschlüsselte Sprachanrufe für iOS und Android
Nach einer kurzen Testphase hat der Messenger-Dienst Threema nun Sprachanrufe für alle iOS- und Android-Nutzer freigegeben. Das Interessante dabei: Threema bietet damit nun auch Anrufe Ende-zu-Ende-verschlüsselt an, wobei der Nutzer anders als bei anderen Diensten dafür nur eine ID und nicht seine Telefonnummer hinterlegen muss.
Die Schweizer Entwickler des Messenger-Dienstes Threema haben für iOS, Android und Windows Phone Updates herausgegeben. Für iOS- und Android-Nutzer schaltet das Update nun verschlüsselte Sprachanrufe frei, die zuvor einige Wochen intensiv von der Community in einer Betaphase getestet wurden. Laut Threema erfolgt dabei der Verbindungsaufbau für Anrufe im Hintergrund über Threema-Nachrichten. Daher sind Sprachanrufe genauso vertrauenswürdig wie Chats - sie werden Ende-zu-Ende-verschlüsselt.
Zu guter Letzt gibt es auch noch ein Update für die Threema Windows Phone-App. In Version 2.0 sind einige neue Funktionen dazugekommen, unter anderem die Möglichkeit alle alten Nachrichten oder nur Nachrichten eines Chats zu löschen, sowie neue Optionen für Admins einer Chatgruppe.
Siehe auch: Krypto-Messenger Threema läuft jetzt im Web am PC
Direkte Verbindung - Peer to Peer
"Wenn möglich, wird nach dem Verbindungsaufbau eine direkte Verbindung zwischen den Gesprächsteilnehmern hergestellt (Peer to Peer), was die Gesprächsqualität erheblich verbessert", erklärt Threema. Für die Audio-Codierung wird zudem immer eine konstante Bitrate genutzt, womit die Größe der übermittelten Datenpakete keinen Rückschluss auf den Inhalt der Nachricht zulässt.Verschlüsselt und anonymisiert
Es gibt aber noch weitere Sicherheits-Argumente. So werden alle Anrufe die mit IDs eingehen, die sich nicht in der Kontaktliste des Angerufenen befinden, über einen Threema-Server geleitet um die IP-Adresse zu verschleiern. Stichpunkt ID: Threema-Nutzer verwenden für die Kontaktaufnahme mit anderen nur eine zufällig vergebene ID des Messengers und müssen sich nicht mit ihrer Telefonnummer legitimieren. So können Anrufe getätigt werden, ohne seinem Gesprächspartner die Rufnummer weiterzugeben. Zudem werden keine personenbezogenen Daten gespeichert.Zu guter Letzt gibt es auch noch ein Update für die Threema Windows Phone-App. In Version 2.0 sind einige neue Funktionen dazugekommen, unter anderem die Möglichkeit alle alten Nachrichten oder nur Nachrichten eines Chats zu löschen, sowie neue Optionen für Admins einer Chatgruppe.
Siehe auch: Krypto-Messenger Threema läuft jetzt im Web am PC
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Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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