Norweger entwickeln komplett ferngesteuertes Containerschiff
Zwei norwegische Unternehmen wollen bereits nächstes Jahr ein komplett autonom navigierendes Containerschiff ohne Besatzung an den Start bringen. Die aktuell im Bau befindliche Yara Birkland soll dank GPS, Radar, Kameras und anderen Sensoren Hindernissen ausweichen und selbständig in Häfen anlegen können.
Das mit einer Kapazität von nur hundert Containern recht kleine Schiff soll laut einem Bericht im Wall Street Journal mit Elektromotoren arbeiten und nach Inbetriebnahme regelmäßig Düngemittel etwa 60 Kilometer weit über ein Fjord transportieren. Die Initiatoren des Projekts gehen davon aus, durch den Wegfall von Personal- und Treibstoffkosten beim operativen Betrieb bis zu 90 Prozent einsparen zu können. Dadurch sollen die mit 25 Millionen US Dollar etwa dreifach höheren Konstruktionskosten im Vergleich zu anderen Schiffen schnell wieder reingeholt werden.
Die Yara Birkeland soll...
... ohne Besatzung fahren
Lars Jensen von der auf Schifffahrt spezialisierten Beraterfirma SeaIntelligence Consulting, sagte dem Wall Street Journal, dass die Technik für autonome Schiffe bereits ausgereift sei und nur noch wirtschaftliche Aspekte eine Rolle spielten. Höhere Fixkosten am Anfang erschwerten den Einstieg und die führerlosen Schiffe erforderten auch eine robustere Bauweise um teure Ausfälle mitten auf dem Meer zu vermeiden.
Komplett autonom fahren wird die Yara Birkeland allerdings nicht vor 2020. Nach Testfahrten mit einer Crew soll die Kontrolle schrittweise an die automatischen Systeme abgegeben werden. Für einige Jahre soll die Fernsteuerung von einem auf dem Schiff platzierten Container durch Personen vor Ort erfolgen. Erst später soll der Container als Kommandozentrale ans Ufer verfrachtet werden und das Schiff vollkommen ohne Crew seinen Dienst verrichten.
Die Yara Birkeland soll...
... ohne Besatzung fahren
Norwegisches Joint-Venture
Realisiert wird die Yara Birkeland in einem Joint-Venture des Düngemittelherstellers Yara International ASA und Kongsberg Gruppen ASA, ein Unternehmen mit Expertise in Navigationssystemen für den zivilen und militärischen Einsatz. Laut dem für die Entwicklung verantwortlichen Petter Ostbo sollen später auch größere Schiffe für internationale Routen realisiert werden. Dafür müssten allerdings erst die Regeln der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation für Crewlose Schiffe bzw. Meeres-Drohnen überarbeitet werden. Vor 2020 sei damit allerdings nicht zu rechnen.Lars Jensen von der auf Schifffahrt spezialisierten Beraterfirma SeaIntelligence Consulting, sagte dem Wall Street Journal, dass die Technik für autonome Schiffe bereits ausgereift sei und nur noch wirtschaftliche Aspekte eine Rolle spielten. Höhere Fixkosten am Anfang erschwerten den Einstieg und die führerlosen Schiffe erforderten auch eine robustere Bauweise um teure Ausfälle mitten auf dem Meer zu vermeiden.
Langfristiger Kostenvorteil
Für die Norweger wird sich die Investition in die Yara Birkeland aber Schätzungen zufolge kräftig auszahlen. Etwa 40.000 LKW-Fahrten um das Fjord herum könnten dabei eingespart werden. Nach Aussagen von Projektmanager Ostbo spielten aber auch ökologische Aspekte eine wichtige Rolle. "Wir wollen Null-Emissionen", so Ostbo gegenüber dem Wall Street Journal.Komplett autonom fahren wird die Yara Birkeland allerdings nicht vor 2020. Nach Testfahrten mit einer Crew soll die Kontrolle schrittweise an die automatischen Systeme abgegeben werden. Für einige Jahre soll die Fernsteuerung von einem auf dem Schiff platzierten Container durch Personen vor Ort erfolgen. Erst später soll der Container als Kommandozentrale ans Ufer verfrachtet werden und das Schiff vollkommen ohne Crew seinen Dienst verrichten.
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