Bericht deckt "bestehende massive Bundestags IT-Probleme" auf
Vor genau zwei Jahren war der Deutsche Bundestag einem massiven Hacker-Angriff ausgesetzt. Damals hatten unbekannte Angreifer die Arbeit der Parlamentarier behindert, da die zuständigen IT-Experten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die eingeschleuste Malware nicht in den Griff bekamen.
Infografik: Malware - Wie infiziert ist Deutschland?
Im Sommer 2015 hatten offiziell noch immer unbekannte Hacker Zugriff auf verschiedene Systeme des Bundestags, wie der Verwaltung und der einzelnen Abgeordneten-Büros erlangt. Ein Ausschuss ist damals mit der Aufklärung beauftragt worden und ist bis heute noch dabei überhaupt zu klären, auf welche Daten es die Angreifer abgesehen hatten. Es hieß vor zwei Jahren, dass rund 16 GB an Daten kopiert wurden.
Siehe auch: Ernstzunehmender Vorfall: Verheimlichter Hackerangriff auf Bundestag
Infografik: Malware - Wie infiziert ist Deutschland?
Schwachstellen
Wie weit der Angriff von 2015, der heute noch als einer der weitreichendsten bisher gilt, tatsächlich ging ist immer noch ungeklärt. Stattdessen gibt es nun einen Bericht, der aufdeckt, dass die Bundestags-IT auch zwei Jahre nach dem Sicherheits-Debakel noch immer zahlreiche gravierende Schwachstellen birgt. Das lassen zumindest die ersten Informationen vermuten, die der NDR und die Süddeutsche Zeitung aus einem internen Bericht zitieren. Die Bundestags-Verwaltung hatte demnach eine Untersuchung durch die unabhängige IT-Sicherheitsfirma Secunet in Auftrag gegeben, um den aktuellen Sicherheitsstand bewerten zu lassen.Wahlbeeinflussung?
Der geheime Bericht spricht nun von etlichen Sicherheitslücken in der IT-Infrastruktur, einer ernsten Lage und vor allem von Problemen, die auch noch während und nach der Bundestagswahl und dem dazugehörigen Wahlkampf bestehen bleiben werden. Der Bundestag wollte gerade im Hinblick auf die kommende Wahl eine Bewertung. Man befürchtet, dass Cyberangriffe auf die Parteien dann wahlbeeinflussend sein könnten, falls Hacker interne Kommunikation abfangen und veröffentlichen oder manipulieren.Neue Firewall
Laut dem Bericht sind aber auch schon einige nennenswerte Fortschritte gemacht worden. Zudem hat der Ältestenrat des Bundestags als verantwortliche Stelle eine neue Firewall bewilligt und beauftragt. Die Kosten dafür sollen sich auf knapp eine halbe Million Euro belaufen.Im Sommer 2015 hatten offiziell noch immer unbekannte Hacker Zugriff auf verschiedene Systeme des Bundestags, wie der Verwaltung und der einzelnen Abgeordneten-Büros erlangt. Ein Ausschuss ist damals mit der Aufklärung beauftragt worden und ist bis heute noch dabei überhaupt zu klären, auf welche Daten es die Angreifer abgesehen hatten. Es hieß vor zwei Jahren, dass rund 16 GB an Daten kopiert wurden.
Siehe auch: Ernstzunehmender Vorfall: Verheimlichter Hackerangriff auf Bundestag
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