Shuttleworth: Angewidert vom Hass antisozialer Free-Software-Fans
Der Gründer des Ubuntu-Projektes Mark Shuttleworth ist inzwischen nicht mehr sonderlich gut auf die Freie-Software-Szene zu sprechen. Einige Vertreter der Community würden immer wieder voller Hass und mit einer fundamentalistischen Weltsicht auf alles reagieren, was nicht zu ihren Vorstellungen passt.
Das Fass zum Überlaufen hat nun wohl eine Debatte um das Display-Protokoll Mir gebracht. Dieses hatte die Ubuntu-Firma Canonical kürzlich gemeinsam mit den Bemühungen um eigene Systeme für Smartphones und Tablets eingestellt. Stattdessen kehrt man nun wieder komplett zu Gnome zurück. Nach Bekanntgabe der Entscheidung gab es teils heftige und hämische Reaktionen aus der Open Source-Szene.
Die ganze Hass-Lawine um Mir habe ihn sprachlos gemacht, erklärte Shuttleworth. Es handle sich hier letztlich nur um eine freie Software, die etwas weitgehend Unsichtbares recht gut erledige. "Es wurde aber zu einer politischen Sache, mit der genauso irrational umgegangen wurde, wie mit dem Klimawandel oder der Waffenkontrolle", so der Ubuntu-Gründer.
Mir wurde von Canonical als Ersatz für das nicht mehr gerade taufrische X Window System entwickelt. Das löste aber Kontroversen aus, weil innerhalb der Linux-Community eigentlich Wayland als Nachfolger etabliert werden soll und auch Canonical zuweilen übers Ziel hinausschoss. Nie sei es aber so weit gegangen wie jetzt - zumindest nach dem Empfinden von Shuttleworth.
"Der ganze Hass auf Mir hat mich angewidert. Er hat meine Meinung von der Freie-Software-Szene tiefgehend geändert", erklärte er. Eigentlich habe er es bisher als angenehm empfunden, gemeinsam mit anderen an etwas zu arbeiten, das alle weiterbringt - auch wenn es zuweilen unterschiedliche Ansichten gibt, was die richtige Richtung ist. In der Community gebe es aber zu viele antisoziale Menschen, die mit blankem Hass auf alles reagieren, was aus ihrer Sicht Mainstream ist.
"Als Windows Mainstream war, hasste sie es. Dabei machte Windows viele Sachen gut und verdient dafür Respekt. Als Canonical Mainstream wurde, wurde es zum neuen Focus des irrationalen Hasses", so Shuttleworth. Es seien immer die selben "Deppen", die sich einerseits darüber beklagen, dass es keine wirklichen Alternativen zu iOS und Android gibt, die es aber dann auch wieder als verwerflich ansahen, als Canonical darin investierte, das Problem mit freier Software anzugehen.
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Die ganze Hass-Lawine um Mir habe ihn sprachlos gemacht, erklärte Shuttleworth. Es handle sich hier letztlich nur um eine freie Software, die etwas weitgehend Unsichtbares recht gut erledige. "Es wurde aber zu einer politischen Sache, mit der genauso irrational umgegangen wurde, wie mit dem Klimawandel oder der Waffenkontrolle", so der Ubuntu-Gründer.
Mir wurde von Canonical als Ersatz für das nicht mehr gerade taufrische X Window System entwickelt. Das löste aber Kontroversen aus, weil innerhalb der Linux-Community eigentlich Wayland als Nachfolger etabliert werden soll und auch Canonical zuweilen übers Ziel hinausschoss. Nie sei es aber so weit gegangen wie jetzt - zumindest nach dem Empfinden von Shuttleworth.
"Der ganze Hass auf Mir hat mich angewidert. Er hat meine Meinung von der Freie-Software-Szene tiefgehend geändert", erklärte er. Eigentlich habe er es bisher als angenehm empfunden, gemeinsam mit anderen an etwas zu arbeiten, das alle weiterbringt - auch wenn es zuweilen unterschiedliche Ansichten gibt, was die richtige Richtung ist. In der Community gebe es aber zu viele antisoziale Menschen, die mit blankem Hass auf alles reagieren, was aus ihrer Sicht Mainstream ist.
"Als Windows Mainstream war, hasste sie es. Dabei machte Windows viele Sachen gut und verdient dafür Respekt. Als Canonical Mainstream wurde, wurde es zum neuen Focus des irrationalen Hasses", so Shuttleworth. Es seien immer die selben "Deppen", die sich einerseits darüber beklagen, dass es keine wirklichen Alternativen zu iOS und Android gibt, die es aber dann auch wieder als verwerflich ansahen, als Canonical darin investierte, das Problem mit freier Software anzugehen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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