Chaos um Ubuntu: Shuttleworth wird wieder Chef von Canonical

Ubuntu Linux, Canonical, Shuttleworth, Mark Shuttleworth Bildquelle: Internet!
Im Hause der Macher der Linux-Distribution Ubuntu geht es derzeit hoch her. Nachdem man sich kürzlich von seinen Bemühungen verabschiedete, Ubuntu auch auf Smartphones und Tablets zum Laufen zu bekommen, nimmt nun Canonicals Firmenchefin Jane Silber ihren Hut. Ihr Nachfolger wird ausgerechnet Mark Shuttleworth selbst. Wie die bisherige Canonical-Chefin Jane Silber erklärte, handelt es sich bei ihrem Rücktritt als CEO nicht um eine kurzfristig getroffene Entscheidung. Stattdessen sei dies wohl überlegt, zumal sie ursprünglich nur zugestimmt hatte, für fünf Jahre den Posten des CEO zu übernehmen. Inzwischen sei die Zeit reif für ihren Abtritt, zumal sie schon einige Jahre länger als geplant als Canonical-CEO tätig gegewesen sei, so Silber.

Aktuell beginne eine "Phase beschleunigten Wachstums" bei Canonical, so die Managerin weiter. Es sei deshalb an der Zeit, das Zepter in erfahrene Hände und eine neue Generation von Führungskräften weiterzureichen. Man habe sich für diesen Schritt seit einiger Zeit vorbereitet, indem man das Führungs-Team gestärkt und alle Teile der Firma habe reifen lassen, hieß es weiter.

Shuttleworth kehrt an Firmenspitze zurück

An die Stelle von Silber tritt nun Canonical-Gründer Mark Shuttleworth, der ab Juli wieder die Rolle des CEO übernehmen soll. Die bisherige Chefin wird weiterhin als Vorstandsmitglied für das Unternehmen tätig sein. Man habe sich bereits vor einigen Monaten zu diesem Schritt entschieden, so Silber mit Blick auf die jüngst entstandene Unsicherheit rund um Ubuntu.

Ubuntu hatte erst vor kurzem für Aufsehen gesorgt, als Canonical ankündigte, nicht mehr weiter zu versuchen, das Linux-Betriebssystem auf mobilen Geräten zu platzieren. Der sogenannte Unity-Desktop, der auf den kleinen Displays von mobilen Geräten ebenso laufen soll wie auf großen Desktop- oder Laptop-Monitoren, soll bei Ubuntu künftig durch Gnome ersetzt werden.

Anders als von Silber beteuert, scheint es intern durchaus einige Querelen bei Canonical zu geben. So haben nach der Verkündung des Abschieds von Unity bereits mehr als 30 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Mindestens 26 weitere sollen darüber informiert worden sein, dass sie vermutlich bald gehen müssen. Einige andere Mitarbeiter fürchten ebenfalls um ihre Jobs.

Shuttleworth hatte in der letzten Woche verkündet, dass ihn die Debatte um das Display-Protokoll Mir sprachlos gemacht habe, weil viele Vertreter der Open-Source-Gemeinschaft mit teilweise heftigen und hämischen Reaktionen auf das Ende der Entwicklung reagiert hätten. Es gebe in der Community viele "antisoziale" Menschen, die mit blankem Hass auf alles reagieren würden, was ihrer Meinung nach als Mainstream einzustufen wäre. Ubuntu Linux, Canonical, Shuttleworth, Mark Shuttleworth Ubuntu Linux, Canonical, Shuttleworth, Mark Shuttleworth Internet!
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