Ja, ja, Ubuntu: Schickes Tablet-System - und ganz bestimmt bald im Handel!

Im Tablet-Bereich ist man eigentlich schon kaum noch auf Überraschungen gefasst. Android und iOS entwickeln sich hier eher beschaulich weiter und wenn es etwas mehr sein soll, greift man eben zum Windows, das eher Desktop-Feeling auf die Geräte bringt. Die angepasste Version von Ubuntu Linux verspricht hier hingegen durchaus etwas frischen Wind.

Das zeigt sich am "Aquaris M10 Ubuntu Edition", das der spanische Hersteller BQ auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona zeigt. Die Linux-Version, die auf den Geräten zum Einsatz gebracht wird, bringt einige recht schicke Features mit, wie unser Kollege Lutz Herkner euch zeigen kann. So beispielsweise einen recht gut gemachten Split-Screen-Betrieb, bei dem man mehrere Anwendungen nebeneinander laufen lassen kann.

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Und auch an die etwas professionelleren Nutzer ist durchaus gedacht. Bei dem Tablet kann etwas ähnliches wie der von Microsoft unter dem Namen Continuum bekannte Modus genutzt werden. "Convergence" heißt das hier. Sind Display, Tastatur und Maus angeschlossen, kann die Benutzeroberfläche auf einen gewohnten Linux-Desktop umschalten - und dies sogar etwas flüssiger als bei Windows 10.

Es bleibt allerdings nach wie vor das immer gleiche Problem bestehen: Kaufen kann man das Gerät nämlich noch immer nicht. Auf der Messe spricht man aber von einer Verfügbarkeit im zweiten Quartal. Angesichts dessen, dass Canonical, die Firma hinter Ubuntu, schon seit 2013 immer wieder ein Tablet-Produkt mit seinem Betriebssystem verspricht, sollten Interessenten dies erst für voll nehmen, wenn die ersten Produkte tatsächlich in den Lagern der Händler liegen.

Etwas weiter ist man hingegen bei den Smartphones, die mit Ubuntu laufen. Hier bietet BQ auf der Messe allerdings auch nichts neues, sondern bringt nur ein normales Mittelklasse-Gerät mit Android 6. Solche waren auf dem MWC ja von allen möglichen Herstellern zu sehen. Daher ist zu bezweifeln, dass BQ mit dem Gerät wirklich ein größeres Interesse auf sich ziehen kann. Aber gut: Dabei sein ist alles.
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