König der Phisher räumt bei zwei bekannten IT-Konzernen groß ab
Ein Bürger Litauens dürfte wohl als jene Person in die jüngere Geschichte eingehen, der der größte Betrugsfall überhaupt gelungen ist. In der letzten Woche ging der Beschuldigte allerdings den US-Behörden ins Netz, die daraufhin nun auf ein Verfahren hinarbeiten können.
Der 48-Jährige hatte sich im Rahmen seiner Betrugsmasche als Vertreter eines bekannten asiatischen Hardware-Herstellers ausgegeben. Auf diese Weise ist es ihm gelungen, zwei US-Unternehmen dazu zu bringen, ihm eine stattliche Summe von insgesamt 100 Millionen Dollar zu überweisen. Mitarbeiter der fraglichen Firmen wurden dazu gebracht, die Gelder in verschiedenen Teilsummen auf Konten in diversen Ländern zu überweisen, teilte das US-Justizministerium mit.
Der Beschuldigte wurde bereits im letzten Dezember angeklagt - ein Prozess konnte aber schlicht nicht beginnen, da man des Mannes noch gar nicht habhaft geworden war. Im Rahmen der Amtshilfe haben allerdings die Behörden Litauens in der vergangenen Woche zugeschlagen und liefern den Mann in die USA aus.
Klar ist lediglich, dass der Betrüger in Litauen ein Unternehmen anmeldete, dessen Namen dem asiatischen Hardware-Zulieferer stark ähnelte. Damit schaffte er es dann, die Buchhaltung der beiden Konzerne dazu zu bringen, Rechnungen nicht an die gewohnten Bankverbindungen in Asien, sondern an Konten in Litauen, Zypern und einigen anderen Ländern zu überweisen.
Der Beschuldigte wurde bereits im letzten Dezember angeklagt - ein Prozess konnte aber schlicht nicht beginnen, da man des Mannes noch gar nicht habhaft geworden war. Im Rahmen der Amtshilfe haben allerdings die Behörden Litauens in der vergangenen Woche zugeschlagen und liefern den Mann in die USA aus.
Apple und Facebook?
Spannend sind die Spekulationen um die beiden Unternehmen, die in der Sache zu den Opfern des Betrugsfalles wurden. Denn anders als in vergleichbaren Betrugsfällen war hier keineswegs der Mittelstand das Ziel. Es handelt sich vielmehr um zwei multinationale Technologiekonzerne, die regelmäßige Geschäftsbeziehungen mit einem bestimmten asiatischen Hardware-Zulieferer unterhalten. Aufgrund der dezenten Hinweise in der Klageschrift könnte es sich bei den Opfern um Apple und Facebook handeln - bestätigt ist dies aber nicht.Klar ist lediglich, dass der Betrüger in Litauen ein Unternehmen anmeldete, dessen Namen dem asiatischen Hardware-Zulieferer stark ähnelte. Damit schaffte er es dann, die Buchhaltung der beiden Konzerne dazu zu bringen, Rechnungen nicht an die gewohnten Bankverbindungen in Asien, sondern an Konten in Litauen, Zypern und einigen anderen Ländern zu überweisen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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