Microsoft ermöglicht Symlink-Support für Windows 10 App-Entwickler

Unter symbolischen Links (Symlinks) versteht man virtuelle Verknüpfungen zu Dateien oder Ordnern, die ein Programm anschließend wiederaufrufen kann. Doch im Gegensatz zu Linux ist die Integration in Microsofts Betriebssystem nicht optimal gelöst. Jetzt ist nachgebessert worden.
Microsoft, Linux, Shell, Powershell, Bash
Microsoft
Darüber schreibt Microsoft in einem offiziellen Blog-Eintrag. Symbolische Verknüpfungen bestehen zwar schon seit längerer Zeit im Windows-Universum, allerdings war es bislang für Entwickler beinahe unmöglich, diese auch sinnvoll einzusetzen. Symlinks werden - vor allem unter Linux - häufig von Entwicklern verwendet, um auf Dateien und Ordner zu verweisen, die sich auf einem anderen physikalischen Laufwerk befinden. So wird eine Duplizierung in ein einheitliches Verzeichnis nicht mehr erforderlich und da dieser Link wie eine richtige Datei behandelt wird, können dennoch alle Zugriffsfunktionen genutzt werden und Speicherplatz gespart werden. Denn die Verknüpfungen sind meistens recht klein. Unter Microsofts Betriebssystem besteht die Möglichkeit, symbolische Links einzubinden, seit Windows Vista.


Bislang nur durch Administrator möglich

Aufgrund von Sicherheitsbeschränkungen konnten allerdings nur lokale Administratoren Symlinks erstellen. Zusätzlich musste dafür die Konsole gestartet und das Programm mklink aufgerufen werden. Ohne dieses Vorgehen konnte kein entsprechender Verweis gesetzt werden, sodass Entwickler ohne das Aufrufen der Konsole in ihren Programmen diese Links nicht nutzen konnten. Seit der Windows Insider Build 14972 können Symlinks auch ohne eine Konsole mit Administratorenrechten erstellt werden. Offiziell wird die Änderung im Windows 10 Creators Update für alle erscheinen.

Durch die Möglichkeit, symbolische Vernüpfungen setzen zu können, wird die Möglichkeit der plattformübergreifenden Entwicklung für Softwareproduzenten erheblich erweitert. In Linux-Programmen bilden diese mit der Weile bereits eine Struktur, die standardmäßig zum Einsatz kommt. Diese Features können die Entwickler nun auch bei einem Port ihrer Programme auf Windows 10 verwenden.
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