Samsung schwört Smartphone-Massenware ab, setzt auf Profit
Beim noch immer weltgrößten Smartphone-Hersteller Samsung will man in Zukunft der bisherigen Strategie abschwören, möglichst viele Geräte zu verkaufen. Stattdessen sollen Gewinne in den Mittelpunkt rücken, schließlich gilt es, die allgemein rückgängige Nachfrage im Smartphone-Markt abzufedern.
Wie die Korea Times unter Berufung auf einen nicht näher bezeichneten Samsung-Manager berichtet, hat das Unternehmen seine Strategie rund um Smartphones für die kommenden Jahre geändert. Dabei geht es nicht nur darum, die Führungsposition unter den Geräteherstellern zu halten, sondern es ist nunmehr das höchste Ziel, dass man trotz eines allgemeinen Rückgangs der Verkaufszahlen gewinnbringend arbeitet.
Man habe seit Jahren versucht, vor allem durch höhere Stückzahlen zu wachsen, doch nun bereite sich Samsung auf die "Zeit nach den Smartphones" vor, weshalb die Mobilgerätesparte jetzt der Profitabilität eine höhere Priorität gibt als dem reinen Wachstum, so der Firmenvertreter. Dennoch will man den Markt den Konkurrenten nicht einfach so überlassen.
Siehe auch: Samsung: Smart Glow ersetzt Notification-LED bei Smartphones
Stattdessen gehe es auch darum, die bisher erkämpften Marktanteile - die in vielen Regionen enorm ausfallen - weiter zu verteidigen. Man werde daher auch weiterhin Marketing-Kampagnen starten, wenn dies notwenig wäre. Das Unternehmen werde aber wohl vorerst nicht mehr auf die bisher üblichen milliardenschweren Werbeaktionen setzen, mit denen man bisher Lagerbestände reduzierte und Marktanteile einheimste.
Samsung wird außerdem die Zahl der Low-End-Geräte reduzieren und sich nicht mehr auf die Preiskriege der vergangenen Jahre einlassen, heißt es. Einer der Gründe dafür ist wohl das Erstarken der chinesischen Konkurrenz in Verbindung mit geringem Erfolg von Geräten mit von diversen Kunden als unnötig erachteten Features.
Analysten gehen davon aus, dass Samsung aufgrund seiner dominanten Stellung aktuell gute Chancen hat, seine Einnahmen aus dem Smartphone-Verkauf trotz gleichbleibender Stückzahlen weiter zu steigern. Die Gewinnmarge der Mobilgerätesparte werde daher im aktuellen Quartal von zuletzt 15,8 auf dann rund 17 Prozent steigen hieß es.
Man habe seit Jahren versucht, vor allem durch höhere Stückzahlen zu wachsen, doch nun bereite sich Samsung auf die "Zeit nach den Smartphones" vor, weshalb die Mobilgerätesparte jetzt der Profitabilität eine höhere Priorität gibt als dem reinen Wachstum, so der Firmenvertreter. Dennoch will man den Markt den Konkurrenten nicht einfach so überlassen.
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