Raspberry Pi-Hersteller für fast eine Mrd. Euro in die Schweiz verkauft
Der Schweizer Konzern Dätwyler hat den Hersteller des Raspberry Pi übernommen. Dätwyler zahlt umgerechnet fast eine Milliarde Euro für den Kauf des britischen Unternehmens Premier Farnell, das die kleinen Bastelrechner seit einigen Jahren mit größtem Erfolg verkaufte.
Dätwyler will Premier Farnell nach eigenen Angaben mit seiner britischen Niederlassung verschmelzen lassen. Der Konzern besitzt eine Vielzahl von verschiedenen Sparten, darunter auch Abteilungen für die Fertigung von Elektronikprodukten, Verpackungen, den Vertrieb von Elektronikgeräten in Deutschland und der Großhandel mit IT-Erzeugnissen für Unternehmen.
Die Schweizer lassen über ihre Tochterfirma Bidco rund 615 Millionen britische Pfund (gut 775 Millionen Euro) für die gesamten Aktien von Premier Farnell springen. Zusätzlich veranschlagt man rund 120 Millionen Schweizer Franken bzw. 111 Millionen Euro für die Umsetzung des Übernahmevorhabens. Rechnet man ausstehende Schulden und Pensionsausgaben dazu, steigt der Preis der Übernahme auf rund 792 Millionen Pfund bzw. 998 Millionen Euro.
Siehe auch: Raspberry Pi 3 bekommt jetzt offiziellen Android-Support von Google
Der Grund für den Verkauf von Premier Farnell sind wohl die Schwierigkeiten des Unternehmens, wenn es darum geht, dauerhaft profitabel zu arbeiten. So hatte man im letzten Jahr mehrfach Gewinnwarnungen herausgeben und in der Folge die Dividenden für die Aktionäre zusammenstreichen müssen. Durch die Zusammenlegung der beiden Unternehmen erhofft man sich nun massive Einsparungen und will von den Gemeinsamkeiten der beiden Firmen profitieren.
Der Raspberry Pi machte zuletzt in all seinen Varianten rund 16 Prozent des jährlichen Umsatzes von Premier Farnell aus. Insgesamt nahm man damit rund 125 Millionen Pfund im Jahr ein, während andere Geschäftszweige mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen hatten. Für die Fans der kleinen Computer mit diversen Bastelmöglichkeiten soll sich vorerst nichts ändern - Vertrieb und Produktion des Raspberry Pi und seiner Varianten laufen weiter wie gehabt.
Genauer betrachtet übernimmt Dätwyler schließlich "nur" den für Distribution und Fertigung des Raspberry Pi zuständigen Partner der gemeinnützigen Raspberry Pi Foundation. Ob die Macher des Pi auf die Änderungen bei ihrem wichtigen Partner aus bestimmten Gründen ihrerseits mit Umstellungen reagieren müssen, ist bisher nicht bekannt.
Die Schweizer lassen über ihre Tochterfirma Bidco rund 615 Millionen britische Pfund (gut 775 Millionen Euro) für die gesamten Aktien von Premier Farnell springen. Zusätzlich veranschlagt man rund 120 Millionen Schweizer Franken bzw. 111 Millionen Euro für die Umsetzung des Übernahmevorhabens. Rechnet man ausstehende Schulden und Pensionsausgaben dazu, steigt der Preis der Übernahme auf rund 792 Millionen Pfund bzw. 998 Millionen Euro.
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Genauer betrachtet übernimmt Dätwyler schließlich "nur" den für Distribution und Fertigung des Raspberry Pi zuständigen Partner der gemeinnützigen Raspberry Pi Foundation. Ob die Macher des Pi auf die Änderungen bei ihrem wichtigen Partner aus bestimmten Gründen ihrerseits mit Umstellungen reagieren müssen, ist bisher nicht bekannt.
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